Donnerstag, 31. Mai 2007

Zentralrat der Muslime in Deutschland

Heute habe ich mich ein wenig mit dem "Zentralrat der Muslime in Deutschland" beschäftigt und folgendes herausgefunden:
Der "Zentralrat der Muslime in Deutschland" (ZMD) wurde 1994 gegründet, der Sitz des Vereines befindet sich in Köln, Vorsitzender ist seit 2006 Ayyub Axel Köhler, der gegenwärtig auch der Vorsitzende des "Koordinierungsrates für Muslime" ist, in welchem der ZMD vertreten ist. Der ZMD hat zur Zeit etwa 15.000 bis 20.000 Mitglieder, größtenteils arabische Muslime, aber auch viele Muslime anderer ethnischer Herkunft.
Der ZMD ging 1994 aus dem "Islamischen Arbeitskreis Deutschlands" hervor. Er finanziert sich hauptsächlich über Mitgliederbeiträge und Spenden.
In seiner Satzung heißt es: "Der ZMD ist ein Handlungsorgan der dem Verein angehörenden Organisationen. Er befaßt sich mit alle Muslime betreffenden islamischen Angelegenheiten. Er bildet eine gemeinsame und ständige Informations- und Gesprächsebene für die öffentlichen Interessen der Muslime."
Weiterhin heißt es in der Selbstdarstellung auf der Homepage: "Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) ist ein Spitzenverband der islamischen Dachorganisationen in Deutschland. Er versteht sich als Diskussions- und Handlungsebene seiner Mitglieder und nimmt die Aufgabe eines Dialog- und Ansprechpartners für den deutschen Staat, die Verwaltung und die anderen Gruppen der Gesellschaft wahr. Der Zentralrat will die Moscheegemeinden, islamischen Vereine, Verbände und Dachorganisationen weder ersetzen noch mit ihnen konkurrieren, er will vielmehr ihre gemeinsamen Interessen als Gesellschaftsgruppe vor den Behörden vertreten und die Rechte, die ihnen als Religionsgemeinschaft zustehen, in ihrem Namen verlangen."
Wie man unschwer erkennen kann, sieht auch der ZMD, wie viele andere Organisationen, sich als Ansprechpartner für die Politik.
Damit hätte ich dann alle Mitglieder des Koordinierungsrates der Muslime vorgestellt:
Zentralrat der Muslime, Türkisch-Islamische Union, Islamrat, Verband der islamischen Kulturzentren

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_Muslime_in_Deutschland
http://www.zentralrat.de

Freitag, 25. Mai 2007

Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion

Heute habe ich mich mit der "Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion" ("Diyanet İşleri Türk İslam Birliği" --> Abkürzung: DITIB) beschäftigt. Folgendes habe ich dabei herausgefunden:
Die DITIB wurde am 5. Juli 1984 in Köln als Dachorganisation für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der türkisch-islamischen Vereine gegründet. Im Gründungsjahr waren 230 Vereine in der DITIB vertreten, 2005 870. Dabei sind die einzelnen Mitgliedervereine nach wie vor wirtschaftlich selbständige Vereine. Allerdings geraten manche dieser Vereine zunehmend in Abhängigkeit von der DITIB-Zentrale, da sie ihr ihre Immobilien überschreiben.
Die DITIB ist heute die mitgliederstärkste Migrantenorganisation Deutschlands und ist im "Koordinierungsrat der Muslime" vertreten. Vorstand ist seit April 2007 Dr.Sadi Arslan.
Einer der Grundsätze der Organisation ist laut deren Homepage die "Ausschließliche Verfolgung von gemeinnützigen religiösen, wohltätigen, kulturellen und sportlichen Zwecken".
Wichtig sind außerdem die Förderung des interreligiösen Dialogs und der Integration.
So war die DITIB Mitinitiator der Aktion "Gemeinsam für Frieden und gegen Terror", als am 24.November 2004 in einer Demonstration in Köln über 20.000 Muslime gegen Gewalteinsatz im Namen des Islam demonstrierten. Dabei haben u.a. auch die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth und der Innenminister von NRW Fritz Behrens teilgenommen.
Auf folgender Homepage habe ich außerdem herausgefunden, dass es drei "Niederlassungen" der DITIB in unserer Nähe gibt( Schwetzingen, Waghäusel, Hockenheim):
http://www.diyanet.tv/derneklerinfo/gemeinde.php?nr1=68789&nr2=
Außerdem möchte ich in Bezug auf meinen letzten Post zur Yavuz-Sultan-Selim-Moschee anmerken, dass der Trägerverein dieser Moschee (Islamischer Bund Mannheim e.V.) in der DITIB Mitglied ist.
Schöne Ferien!
http://de.wikipedia.org/wiki/Diyanet_%C4%B0%C5%9Fleri_T%C3%BCrk_%C4%B0slam_Birli%C4%9Fi
http://www.diyanet.org/de/startseite/

Montag, 21. Mai 2007

Fatih-Moschee Mannheim

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Heute habe ich mich ein wenig mit der Fatih-Moschee in Mannheim beschäftigt.Die Homepage ist über den im Titel eingegliderten Link : http://www.fatih-moschee.com zu erreichen.
Im Gegensatz zur Yavus-Sultan-Selim-Moschee ist diese kleiner und wurde gerade im Jahr 2005 renoviert. Aufgrund der Renovierung ist die Moschee auf Spenden angewiesen.Außerdem ist die
Moschee in eine muslimische Gemeinde eingegliedert,die 1977 von türkischen Migranten gegründet wurde.

Die Namensgebung ist auf Fatih Sultan Mehmet,der Konstantinopel erobert hat, zurückzuführen. "Fatih" bedeutet "Weitung" bzw. "Öffnung" (->kein sexueller Hintergrund)
1988 wurde das Gebäude in der Böckstraße 5 im Stadtteil Jungbusch angemietet und als Moschee genutzt. Zur Zeit hat die Gemeinde 450 eingetragene Mitglieder+ deren Angehörigen.
Für Jugendliche bietet die Moschee ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten an wie z.b.
Fussball,Hausaufgabenbetreuung und Diskussionsabende.

Jetzt noch ein paar Links:

http://www.jungbusch-mannheim.de/Mambo/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=39

http://www.fatih-moschee.com/index2.html


mfg

Yavuz-Sultan-Selim-Moschee

Heute habe ich mich ein wenig mit der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim beschäftigt.
Die Homepage der Moschee ist leider gerade in Überarbeitung, sodass ich nur auf "externe" Infos Zugriff hatte. Sobald die Homepage wieder online ist (was laut Webmaster etwa Mitte Juni sein wird), werde ich nochmals darauf zurückkommen. Nun aber zu den Infos, die ich finden konnte:
Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee wurde von 1993 bis 1995 erbaut und am 4. März 1995 eingeweiht. Sie verfügt über ca. 2500 Gebetsplätze und 50 Tiefgaragenparkplätze. Der Bau kostete etwa 10 Mio. DM, was hauptsächlich durch Spenden der Mannheimer Muslime finanziert wurde.
Die Moschee verfügt über ein 36 m hohes Minarett, im EG über 6 Geschäftsräume, einen Vorstandsraum, einen Jugendsaal, einen Frauensaal, eine Bildgalerie und einen ritualen Waschraum mit Springbrunnen, im OG über vier Unterrichtsräume und vier Wohnungen(zu je 80 m²).
Träger dieser Moschee ist der Islamische Bund Mannheim e.V., der im Dachverband DITIB vertreten ist.
Das besondere an dieser Moschee ist, dass sie in einer nicht-muslimischen Gemeinde steht. Dies soll ein Zeichen für die Integration sein, da die Moschee nicht etwa in einer muslimischen Gemeinde steht. "Dies bedeutet den Auszug aus den Hinterhofmoscheen und soll der Isolation und Abgrenzung entgegenwirken", wie es auf der Wikipedia-Seite so schön heißt.
Der Name der Moschee bezieht sich auf Sultan Selim I. (genannt "Yavuz"="der Gestrenge"), der die schiitische Glaubensrichtung in seinem Machtbereich bekämpfte. Daher ist anzunehmen, dass es sich nicht gerade um eine schiitische Glaubensgemeinschaft handelt.
Im Folgenden habe ich noch einige Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Yavuz-Sultan-Selim-Moschee
http://www.mannheim.de/io2/browse/Webseiten/Tourismus/Sehenswertes%20in%20Mannheim/07%20Moschee

http://www.ditib-ma.de/

http://maps.google.com/maps?ll=49.494083,8.4613&spn=0.01,0.01&q=49.494083,8.4613

http://commons.wikimedia.org/wiki/Yavuz-Sultan-Selim-Moschee_Mannheim?uselang=de

Freitag, 18. Mai 2007

Muslime in Deutschland, Part II

Wie versprochen, folgt hier die genauere Betrachtung der Homepage "Muslime in Deutschland".
Wie ich schon letztes mal bemerkt habe, gibt es auf dieser Homepage im Grunde genommen keine Informationen über Muslime in Deutschland, sondern sehr viel Material über den Islam selbst.
Die Überschrift "Muslime in Deutschland" lässt sich also höchstens durch die verwendete deutsche Sprache begründen.
Nichtsdestotrotz habe ich ein wenig auf dieser Seite gestöbert und möchte euch jetzt einen Artikel über das Thema "Der Islam im Gespräch mit dem Christentum" zusammenfassen.
Laut dem Text gab es bereits zu Mohammeds Zeiten ( vor 622) schon Kontakte zwischen Islam und Christentum, da es im Koran heißt (Sure 29):
"Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei denn auf die beste Art und Weise. Ausgenommen davon sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: ‘Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und ihm sind wir ergeben.’"
Die Muslime sollen also Juden und Christen ("Volk der Schrift") achten. Weiterhin wird im Koran gesagt, dass Andersgläubige nicht missioniert werden sollen, sondern dass man ihnen anbieten soll, sich dem Islam anzuschließen, was sie aber auch ablehnen können.
Im weiteren Text werden noch mehrere Textstellen aus dem Koran zitiert, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
Der Dialog in der Neuzeit/Moderne begann christlicherseits nach dem 2. Weltkrieg, als die katholische und die evangelische Kirche die Muslime öffentlich anerkannten und zu verstärktem Dialog aufriefen.
Dies wurde von den Muslimen anfangs nur skeptisch aufgenommen, da sie fürchteten, dass das Christentum eine neue Art von Missionierung startete. Allerdings nahmen diese Zweifel mit der Zeit ab, sodass es heute einen regen Dialog zwischen Christentum und Islam gibt, sowohl auf Bundesebene, als auch auf globaler/internationaler Ebene.
Der Text geht dann noch näher auf die Entwicklungen in Deutschland ein, aber über die aktuellen Entwicklungen sind wir ja bisher relativ gut informiert.
Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass diese Homepage von einem sehr gläubigen Muslim erstellt wurde, der viel Material über den Islam gesammelt hat und denselbigen im besten Licht darstellt. Aber wo viel Licht ist, ist bekanntlich ja auch viel Schatten...

Dienstag, 15. Mai 2007

Muslimische Schulen in Deutschland

Heute habe ich mich mal mit dem Thema: Muslimische (arabische) Schulen in Deutschland
beschäftigt. Dabei ist es mir sehr schwer gefallen vernünftige Informationen zu beschaffen.
Nach längerem googlen hab ich dann ein paar Schulen (vereinzelt im Bundesgebiet verteilt)
Gefunden. Von diesen hatte lediglich Eine eine kleine Homepage.(Link siehe oben)

Die Schule ist staatlich anerkannt und fasst zur Zeit 105 Schüler (zwischen 5-15 Jahren). Es werden lediglich arabische Unterrichtsbücher verwendet und ,wie ich vermute, auch die arabische Sprache gesprochen ,wenigstens geschrieben.

Die Unterrichtszeiten wurden scheinbar so gewählt, dass die Schüler auch eine „normale“
Schule besuchen können:

Fr 15.00 -17.00 Uhr

Sa / So  
10.30 - 12.30 Uhr und 12.45 - 15.15 Uhr

Die Intention der Schule ist nach eigenen Angaben, die jungen Menschen in ihrem Glauben
zu festigen ,damit sie ihre religiöse Identität finden und nicht wie viele muslimische Jugendliche zwischen dem Glauben ihrer Eltern und den Werten der westliche Gesellschaft
schwanken.

Die Gründe sind eigentlich recht logisch und lobenswert, aber wo ist hier die Integration, nach der Alle verlangen??

Mit freundlichen Grüßen Steffen Lang


Muslime in Deutschland

Auf meiner Suche nach Infos im Internet bin ich auf folgende interessante Seite gestoßen:
http://home.arcor.de/muslimeindeutschland/

Die Seite ist sehr umfangreich und enthält neben einem kompletten virtuellen Koran zahlreiche Informationen rund um den Islam, z.B. auch Antworten auf Fragen, wie "Welche Rolle spielen Gottesdienste im Islam ?".
Ich habe beim Überfliegen der Texte so den Eindruck bekommen, dass die Seite von einem sehr gläubigen Muslim gemacht wurde. In der Linkliste konnte ich einen Link zu "Milli Görüs" entdecken, jedoch keinen zu einer anderen muslimischen Vereinigung. Außerdem konnte ich auf der Seite bisher noch keine detailierten Informationen zu Muslimen in Deutschland finden, lediglich zum Islam im Allgemeinen (davon aber reichlich).
Wenn ich in nächster Zeit dazu komme, werde ich mir die Seite mal genauer ansehen und euch einige Dinge dieser Homepage zusammenfassen.

Samstag, 12. Mai 2007

EU-Beitritt der Türkei! NEIN DANKE???

Gerade eben hab ich ein "interressantes Plakat" gesehen:Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Und neugierig wie ich bin ,besuchte ich mal die angegebene Internetseite: 

Die Seite wurde vom Friedenskomitee 2000  initiert; Das Friedenskomitee ist auch Herausgeber
des Pressespiegels.

Beim Durchklicken der einzelnen Bereiche hat sich mein Verdacht auf einer rechtextremistischen Seite gekommen zu sein immer mehr erhärtet. Da wird hier mal von
der "unrechtmässigen Herrschaft der Parteien" gesprochen und dort soll sich bei der" Familienförderung auf deutsche Staatsbürger konzentriert werden" usw. 

Bei solchen Aussagen wundert es einen nicht,dass der geplante Beitritt der Türkei zur EU
als Schritt  des Negativen gesehen wird.....
Da sagt der Spruch : "Türkei den Türken,Europa den Europäern" schon alles.

Da man eigentlich in Deutschland solche Aussage bzw. Ansichten nicht unbehelligt
verbreiten darf googelte ich nach dem Namen des Verantwortlichen ,einem gewissen
Dr. Alfred Mechtersheimer.

Eben dieser wird schon seit längere Zeit vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet und taucht des Öfteren im Verfassungsschutzbricht Bayerns erwähnt.

Da ich für das Zusammenwachsen von Kulturen bin ,vertrete ich absolut nicht die Meinung dieser Seite und distanziere mich von allen Aussagen auf der besagten Seite.

Ich habe dieses Posting deswegen geschrieben, weil es ja um die Türkei geht und 75%
der deutschen Muslime Türken sind. Desweiteren kann man davon ausgehen ,dass sich diese
Seite auch gegen den ges. Islam als Kulturkreis richtet....












Islamistische TV-Sender in Deutschland

Heute hab ich mich mal wieder im Internet umgesehen und zwei Beiträge zu islamistischen TV-Sendern in Deutschland gefunden:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6725032_REF1,00.html
http://www.welt.de/print-welt/article705645/Gehirnwaesche_durch_Hass-Fernsehen.html
Folgende Informationen konnte ich aus den Texten gewinnen:
Islamistische Fernsehsender sind in Deutschland sowie in der ganzen EU verboten, können jedoch trotzdem empfangen werden, und zwar über Satelliten nicht-europäischer Länder. So verbreitet der Fernsehsender "Al-Manar"("Der Leuchtturm") der Hisbollah sein Programm über ägyptische und arabische Satelliten in die ganze Welt.
Die EU konnte zwar die Ausstrahlung über europäische Satelliten untersagen, aber jeder, der im Besitz einer Satellitenschüssel ist und sie entsprechend ausrichtet, kann die islamistischen Sender empfangen. Was zeigen solche islamistischen Sender überhaupt?
Nun, bei "Al-Manar" gibt es z.B. die Sendung "Irhabiyoun"("Terroristen"), in der es aber nicht um islamisitsche Selbstmordattentate geht, sondern um "die Verbrechen des zionistischen Feindes an den Arabern und Muslimen". In der Sendung "Dami wa-l Bunduqiya" ("Mein Blut und das Gewehr") wird Filmmaterial von Anschlägen der Hisbollah gezeigt und es werden stolze Anhänger der "Märtyer" interviewt, um dem Zuschauer zu helfen, "die Welt durch die Augen der Märtyrer zu sehen". Ein weiteres Beispiel ist eine Folge des Ramadan-Specials "Al-Shatat", in der ein Rabbi seinem Sohn befiehlt, seinen Freund zu entführen, ihn zu töten und mit dem Blut traditionelle jüdische Speisen zuzubereiten.
Die palästinensische Terrororganisation Hamas eifert der Hisbollah nach:
Auch sie hat einen Fernsehsender "Al-Aqsa", über den sie ihr islamistisches Weltbild verbreitet. Ein Cartoon, der bei diesem Sender gezeigt wird, handelt beispielsweise von einem Kind, das mit einem Lächeln auf den Lippen auf einer Rakete Richtung Israel fliegt.
Wie leicht zu erkennen ist, verbreiten die islamistischen Sender ein sehr stark antisemitisches Weltbild und machen den Zuschauern weis, dass sich die westliche Welt gegen die Muslime gewandt hat und dass es legitim und überaus ehrbar ist, sich als Selbstmordattentäter dem Dschihad zur Verfügung zu stellen.
Die Bundesregierung hat auf die Anfrage der FDP, welche politischen Lösungsmöglichkeiten sie für dieses Problem sehe, entgegnet, sie stehe mit arabischen Partnern in Kontakt und wolle im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes auf eine Lösung hinwirken.
Bisher gab es jedoch noch keine konkreten Aktionen.
Wie viele Muslime in Deutschland solche TV-Sender empfangen und auch regelmäßig ansehen, ist nicht bekannt, aber ich gehe davon aus (und hoffe!), dass es nicht allzu viele sind.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Islamkonferenz, die Dritte

Im aktuellen Spiegel (Ausgabe 19/07) habe ich noch einen Artikel zur zweiten Sitzung der Islamkonferenz gefunden, den ich im Folgenden kurz zusammenfassen möchte:
Den konservativen Kräften ist es durch die Gründung des Koordinierungsrats der Muslime (KRM) gelungen, zum Ansprechpartner für die deutschen Politiker in Sachen Islam zu werden. Aber sie wollen nicht nur Ansprechpartner sein, sondern auch Macht bekommen. So sagte Bekir Alboga, der Dialogbeauftragte des türkischen Verbandes Ditib, es könne bei der Konfernz nur schnelle Erfolge geben, wenn der Dachverband schleunigst als Religionsgemeinschaft anerkannt werden würde. Unter Experten gibt es keine Zweifel, dass längerfristig die Annerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts angestrebt wird. Dabei gilt es aber u.a. noch folgende Hürden zu meistern:
1.) Die Religionsgemeinschaft muss verbindliche Aussagen über den Glauben machen können.
Der Islam kennt aber keine Instanz, die dies tun könnte.
2.) Die Organisation muss dauerhaft bestehen.
Der KRM ist eine noch sehr junge Institution, bei der fraglich ist, wie lange sie noch
existiert.
Der KRM spielt sich außerdem zunehmend als Alleinvertreter der Muslime in Deutschland auf. So wurde dem Vertreter der alevitischen Glaubensrichtung noch im Fahrstuhl gesagt, er vertrete nicht wirklich den Islam und gehöre daher nicht mit aufs Podium.
Außerdem hat der KRM die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Ergebnisse teilweise nicht akzeptiert, beispielsweise hieß es, man wolle sich zwar zum Grundgesetz bekennen, aber nicht zu deutschen Werten, das sei zu unkonkret.
In der Arbeitsgruppe "Medien und Wirtschaft" wurde eine Studie präsentiert, die behauptet, dass ARD und ZDF verzerrend über den Islam berichten und teilweise eine "Islam-Angst" schüren. Allerdings ist die Studie sehr umstritten, allein schon deswegen, weil Beiträge mitgezählt wurden, in denen über Gewalt im Nahen Osten berichtet wurde. Im Anschluss wurde sogar diskutiert, Journalisten deutscher Medien straffe Vorgaben zu geben, was meiner Meinung nach eindeutig gegen die Pressefreiheit verstoßen würde.
Die Berliner Anwältin Ates beklagte, dass vielen Muslimen die Fähigkeit zur Selbstkritik fehlt:
"Es wird behauptet, die Migranten sind die Opfer und die Mehrheitsgesellschaft die Täter. Bei aller berechtigten Kritik wird die eigene Verantwortung für Missstände geleugnet."
Meiner Meinung nach kann es nicht sein, dass sich Deutschland den Migranten anpassen muss, es muss vielmehr umgekehrt sein: Die Migranten müssen sich an das deutsche Leben anpassen, wobei die Deutschen natürlich Entgegenkommen zeigen müssen.
Der Spiegel-Artikel wendet sich ziemlich gegen die Muslime und es entsteht das Bild, dass der Großteil der in der Islamkonferenz vertretenen Muslime den Integrationsprozess hindert, keine Zugeständnisse machen will, aber immer mehr Rechte haben will. Ob das der Wahrheit entspricht, sei mal dahingestellt...
Ich denke, das war's dann vorerst zur Islamkonferenz. Sollte es noch irgendwelche wichtigen Informationen zu diesem Thema geben, werde ich euch umgehend informieren.

Dienstag, 8. Mai 2007

Integrationspolitik-Prädikat "unbefriedigend"

Während meiner Recherchen bin ich immer wieder auf die Internetseite www.islam.de gestoßen.
Und auch den ein oder anderen guten Beitrag gefunden . Einen möchte ich
heute zusammenfassen und kommentieren.

In dem Beitrag geht es um die Integrationspolitik Deutschlands.
Die ICG (International Crisis Group) sieht den Hauptgrund für die
schlechte Integration von Muslimen( ¾ aller Muslimen sind Türken) in der Tatsache
,dass türkische Mitmenschen ungleiche Bildungschancen hätten
und vom politischen Leben weitestgehend ausgeschlossen sind .

"Fehlende Bildungsmöglichkeiten und politische Ausgrenzung sind die
größten Hindernisse für eine erfolgreiche Integration"
sagt Laurence(Fachberater der ICG).

Dieser Behauptung folgten konkrete Verbesserungsvorschläge die sich ganz plausibel anhören:
- die Teilnahme an der Politik soll gefördert werden( wie? Das weiß ich nicht.)
- Sprachkurse im Vorschulalter soll gefördert werden( Woher das Geld nehmen?)
- die Einbürgerungskriterien sollen überdenkt werden

Hört sich ja alles ganz gut an was da die ICG vorschlägt
jedoch gibt es offene Fragen(s.o.) und zweitens behaupte ich
,dass die Landesregierungen keinerlei Veränderungen vornehmen
werden, da die ICG lediglich Vorschläge unterbreiten kann.

Die Problematik der „ Sprachbarriere“ sehe ich auch und besonders dann
,wenn ich mal bei uns (als in Rot) auf dem Schulhof der dortigen Schule
mit ein paar ausländischen Freuden
rede. Ich erwische mich selbst dabei , wie ich bewusst versuche einfache Satzkonstruktionen
und Worte zu verwenden, weil ich häufig nicht verstanden werde.

Und das Schlimmste ist ,dass selbst junge Menschen die ein deutsches Elternhaus haben
in ein schlechteres Deutsch abrutschen ,anstatt ,dass den Ausländer geholfen wird
ihre Deutschkenntnisse verbessern.

Deshalb finde ich es SEHR sinnvoll ,wenn tatsächlich das Lernen der deutschen Sprache
von der Regierung unterstützt werden würde.

Mit freundlichen Grüßen

S.L.

Islamkonferenz, die Zweite

Wie versprochen, hier etwas zum zweiten Treffen der Islamkonferenz:
Kernthema war die Vertretung der deutschen Muslime: Wer vertritt die in Deutschland lebenden Muslime wirklich? Außerdem ging es um Islamunterricht an deutschen Schulen, das Kopftuch und um den Umgang mit islamistischen Gewalttaten. Ferner ist ein Ausschuss beauftragt worden, Daten über Anzahl, Herkunft und Religiösität der in Deutschland lebenden Muslime zusammenzutragen.
Konkrete Ergebnisse wurden (bisher) keine veröffentlicht.
Es gab mal wieder geteiltes Echo:
Zum einen betonte Schäuble, "dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist" und es wurde gesagt, dass es ohne die Islamkonferenz keinen Koordinierungsrat geben würde.
Andererseits wurde der dann auch wieder dafür kritisiert, dass er nur 15% der Muslime in Deutschland und außerdem einen sehr konserverativen Islam vertritt. Der Sprecher des KRM jedoch betonte, dass der KRM 85% aller Moscheegemeinden vertritt, er bestritt jedoch nicht die niedrige Prozentzahl der vertretenen Muslime.
Die Muslime forderten als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden, was vor allem steuerliche Vorteile mit sich brächte. Dazu meinte Schäuble:
"Unser Religionsverfassungsrecht ist durch die jahrhunderte lange Erfahrung mit christlichen Kirchen geprägt. Nun wollen Muslime von den Freiheiten dieses Systems Gebrauch machen. Die muslimische Konferenz ist ein interessanter Verband, sie ist aber keine Religionsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes"
Damit erteilte er dem Bestreben der Muslime zunächst einmal eine Abweisung. Es gebe außerdem noch Klärungs- und Diskussionsbedarf zu bestimmten Themen.
Der Vorsitzende des KRM, Ayyub Axel Köhler, forderte:
"Wir müssen konkrete Ziele ins Auge fassen. Es kann nicht so weiter gehen, dass wir ziellos diskutieren. Wir brauchen eine 'Road Map'".
Außerdem wurde von Eltern muslimischer Kinder gefordert, "dass sie ihre Kinder auf Klassenreisen mitschicken, dass sie selbstverständlich am Schul- und Schwimmunterricht teilnehmen."
Fazit: Es wird eifrig diskutiert, herausgekommen ist jedoch noch nicht sonderlich viel. Mal sehn, wie sich die Sache entwickelt.

Links:
http://www.focus.de/politik/deutschland/islamkonferenz_aid_55127.html
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Zweite-Sitzung-Islamkonferenz-Schwarzer-Sheriff-Integrator/588279.html
http://www.mopo.de/2007/20070503/deutschland-welt/politik/keine_raschen_ergebnisse_von_islamkonferenz_erwartet.html

Donnerstag, 3. Mai 2007

Deutsche Islamkonferenz

Heute habe ich im Netz etwas über die "Deutsche Islamkonferenz" gefunden, die von unserem Innenminister Wolfgang Schäuble initiiert wurde und für die Gründung des "Koordinierungsrates für Muslime" verantwortlich ist.
Die Deutsche Islamkonferenz tagte erstmalig am 27.09.2006 in Berlin. Mitglieder sind 15 Muslime und 15 Vertreter der Bundes- und Länderregierungen und kommunaler Spitzenverbände.
Vorsitzender der Konferenz ist Wolfgang Schäuble. Alle Mitglieder treffen sich halbjährig zum "Plenum der dreißig", wo dann die Arbeitsresultate der insgesamt vier Ausschüsse besprochen werden, welche alle zwei Monate tagen:
- "Deutsche Gesellschaftsordnung und Wertekonsens"
Gleichberechtigung von Mann und Frau, Familie, Erziehung, polit. Willensbildung,
Demokratie
- "Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis"
Trennung von Staat und Religion, Moscheeenbau, Islamunterricht an Schulen
- "Wirtschaft und Medien als Brücke"
Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt, Abbau von Vorurteilen gegenüber
deutschen/türkischen Medien
- "Sicherheit und Islamismus"
Prävention und Aufdeckung islamistischer Delikte, Verhindern der Radikalisierung
muslimischer Jugendlicher
Vor der zweiten Sitzung der Deutschen Islamkonferenz gab es verschiedene Ansichten:
Schäuble kritisierte , dass der gegründete Koordinierungsrat nur einen kleinen Teil der Muslime vertritt, CSU-Generalsekretär Markus Söder forderte ein lückenloses Bekenntnis zu deutschen Werten, da von Unionspolitikern kritisiert wird, die konservativen Religionsvertreter arbeiteten eher gegen die Integration:
"Ich bin dagegen, dass wir einen falsch verstandenen Dialog in Deutschland führen. Wer auf Dauer hier leben will, der muss sich zu unseren Werten bekennen. Wer sich nicht dazu bekennt, der hat hier keine Zukunft"
Forderungen nach getrenntem Unterricht für Jungen und Mädchen weist die von der Bundesregierung Beauftragte für Integration, Maria Böhmer(CDU) mit folgenden Worten zurück:
"Wir werden nicht zulassen, dass eine kleine Minderheit von Rückwärtsgewandten hier die Regeln ihrer Großväter zu installieren versucht. [...] Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist eines dieser nicht verhandelbaren Grundrechte."
Der neu gegründete Zentralrat der Ex-Muslime kritisierte die Islamkonferenz als integrationsfeindlich und forderte ihre Auflösung.
Trotz all dieser Kritik wird die Islamkonferenz auch gelobt, da sie einen Dialog zwischen Muslimen und den Regierungen ermöglicht. Die zweite Sitzung des "Plenums der dreißig" war gestern, am Mittwoch, den 2.5.2007. Sobald die Ergebnisse dieser Sitzung veröffentlicht werden, werde ich euch informieren.
Homepages:
Bundesinnenministerium
Wikipedia
Tagesschau

Mittwoch, 2. Mai 2007

Muslimische Frauen in Deutschland

Auf meiner Suche im Internet habe ich eine Seite zum Thema "Muslimische Frauen in Deutschland" gefunden.
Ein weit verbreitetes Bild ist das des frauenunterdrückenden Islam, der die Frauen dazu zwingt, Kopftücher zu tragen, ihnen kaum Rechte zugesteht usw. und sich dabei auf mehrere Suren im Koran beruft, z.B. Sure 4 Vers 34: "Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frau) ausgegeben haben. Die rechtschaffenen Frauen sind (ihren Männern) demütig ergeben und bewahren das, was geheim gehalten werden soll. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie."
Gleichzeitig gibt es aber auch Suren, in denen die Rechte der Frauen verankert sind. Die Stellung der Frau im Islam im allgemeinen wird von Gelehrten sehr unterschiedlich interpretiert, bisweilen widersprechen sich die Interpretationen und die daraus folgenden Empfehlungen.
Die islamischen Frauen in Deutschland sind kaum in islamischen Vereinen vertreten, es gibt jedoch "außermoscheeische" Frauennetzwerke, wie z.B. die HUDA, die auch eine eigene Zeitschrift produziert.
Laut dem Text setzten sich vor allem junge muslimische Frauen freiwillig mit dem Koran und ihrem Glauben auseinander und tragen freiwillig ein Kopftuch.
Sie sind nicht nur religiös, sondern auch karierreorientiert. ("Sie sagen ja zur beruflichen Karriere, aber ohne ihre Religion verleugnen zu müssen")
Allerdings haben sie es durch das Tragen des Kopftuches in Beruf und Gesellschaft oft schwer, da ihnen deshalb mit Vorurteilen begegnet wird und das verbreitete Meinungsbild herrscht, dass sie gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen und da dies als Symbol für Frauenunterdrückung gesehen wird.
Es gibt aber auch eine andere Gruppe von muslimischen Frauen:
Solche, die sehr traditionsbewusst und religiös sind, die streng auf Geschlechtertrennung in der Moschee bestehen und die es für eine Sünde halten, "einem fremden Mann die Hand zur Begrüßung zu geben". Im deutschen Alltag ist eine solche Geschlechtertrennung allerdings kaum möglich, weshalb sie in der Regel auch nicht praktiziert wird.
Beide vorgestellten Frauenbilder sind meiner Meinung nach mehr oder weniger Extreme, die Mehrheit der muslimischen Frauen in Deutschland befindet sich wohl irgendwo dazwischen, mal abgesehen von denjenigen, die sowieso nicht besonders gläubig sind (auch da wird es, wie bei uns Christen, eine ganze Reihe geben).