Samstag, 30. Juni 2007

Prognose für die Zukunft

Heute Abend habe ich beim Stöbern im Internet noch etwas Interessantes gefunden, weshalb ich nun noch einen letzten, kurzen Blog-Eintrag verfassen möchte.
Im pdf-Dokument http://w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2006/2397/pdf/Islam_in_Deutschland_Prognose_2030_Seminarbericht.pdf
wird eine Prognose zum Islam in Deutschland im Jahr 2030 erstellt. Laut dieser Prognose stellen die Muslime 2030 mit 7 Mio. Menschen ein Zehntel der deutschen Bevölkerung. Zwei Drittel davon werden die deutsche Staatsbürgerschaft haben.
Allerdings wird es eine Art Diskriminierung geben, sodass islamische Männer ausgegrenzt werden, die daraufhin ein religöses Netzwerk islamischer Privatunternehmen aufbauen.
Im Verhältnis deutscher Staat - islamische Religiosgemeinschaften wird sich auf Länderebene nicht viel verändern, auf Kommunalebene wird es jedoch deutliche Fortschritte geben. Die Türkei wird ein besonderes EU-Mitglied sein, welches vor allem eine Mittlerrolle zwischen Europa und Asien haben wird. Es wird sich außerdem ein "europäischer" Islam bilden, der sich deutlich vom "arabischen" Islam abgrenzt.
Zum interreligiösen Dialog heißt es in der Prognose, dass die Katholische Kirche sich nach wie vor um Dialog bemüht, die evangelischen Freikirchen sich aber zunehmend von anderen Glaubensgemeinschaften abgrenzen.
Außerdem wird es 2030 vermehrt islamische Medien in Deutschland geben, beispielsweise Fernseh- und Radiobeiträge.
Der Text ist, wie bei einem universitären Text auch zu erwarten, sehr sachlich geschrieben. Bei dieser Prognose stellt sich wie bei allen Prognosen jedoch das Problem, dass man nie weiß, ob alles auch so eintreffen wird, wie prognostiziert. Wenn ihr euch 2030 an diesen Blog-Eintrag erinnert, könnt ihr ja mal Prognose mit Wirklichkeit vergleichen...
Heute liefere ich zum Abschluss unserer Unterrichtseinheit ein Interview mit einem Freud von mir. Er ist in Deutschland geboren und bekennender Muslime und beantwortet mir einige
Frage über seine Religion.

Ich nenne ihn im folgenden Murat ( richtiger Name dem Autor bekannt)

Blogger: Wie bzw. warum sind deine Eltern nach Deutschland gekommen?

Murat: Sie sind in ihrer Kindheit mit ihren Eltern hierher gereist, die mit der
Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Arbeit hierher kamen.

Blogger: Demnach seit ihr jetzt schon in der 3. Generation in Deutschland.
Fühlst du dich als Deutscher oder Türke?

Murat: Türke!

Blogger: Begründe!

Murat : Man kann ja seine Wurzeln nicht einfach verleugnen.

Blogger: Wo wäre für dich das Leben interessanter und wo sicherer bezüglich
deiner Zukunft?

Murat: Für mich wäre das Leben in der Türkei interessanter da ich dort meistens
nur noch alle zwei Jahre für 3-4Wochen hinkomme aber bezüglich meiner
Zukunft bin ich mir nicht sicher was ich mache, denn die Türkei ist zur Zeit
auch ein Land im Aufschwung.

Blogger: „Ein Land im Aufschwung“ , du bist folglich für einen Betritt der Türkei zu
EU?
Murat: Naja nach so langer Zeit ist es mir ehrlich gesagt vollkommen egal. Wir
können auch ohne EU!

Blogger: Um nun von der Politik wegzukommen folgende Frage: Was hältst du von
„Selbstmordattentäter“? Kannst du ihrer Beweggründe verstehen?

Murat: Nein. Meiner Meinung nach ist es schwachsinnig weiß auch nicht was sie
dazu bewegt!

Blogger: Könnte ein Grund sein ,dass in manchen Suren im Koran steht man müsse
die anderen Religionen bekämpfen?

Murat: Man soll sich nur selbst beschützen von bekämpfen ist keine Rede .Im
Koran steht das die grundlose Tötung eines Menschen oder Tieres
gleichgültig mit dem ist als hätte man die ganze Menschheit vernichtet!

Blogger: Aber dann kann man doch Zivilisten anderer Religion als Gefahr sehen und
folglich wäre es keine grundlose Tötung, oder ?

Murat: Nein. Nur wenn sie eine Tätigkeit begehen, wenn sie eine Bedrohung sind.


Blogger: Und warum sprengen sich dann diese Leute in Bussen oder
Einkaufszentren in die Luft? Kann ein Kind eine Gefahr sein?

Murat: Ich kann nur sagen das Selbstmord in unserer Religion ebenfalls als Sünde
angesehen wird. Da kann ich dir auch nicht weiterhelfen tut mir leid.

Blogger: Oftmals kommt das Grundgesetzt mit den religiösen Werten des Islams in
Konflikt. Ein Beispiel ist die Klage von Eltern ihren 11-Jährigen Sohn von
dem Schwimmunterricht zu befreien, um ihm dort den Anblick von Mädchen
in Bikinis zu ersparen. Wie siehst du diesen Fall?

Murat: Einerseits verstehe ich die Eltern(weil sie ihre Religiösen Pflichten und
Rechte beachten und nicht brechen wollen), aber andererseits weiß ich
auch das eurer Ansicht nach dies als übertriebene Handlung angesehen
wird.

Blogger: Noch ein Konflikt. Wie siehst du eine Ehe mit Partnern unterschiedlichen
Religionen?

Murat: Meiner Religion nach darf ich diese Ehe eingehen wenn ich meine Partnerin
für meine Religion überzeugen kann d.h. sie muss Muslima werden.

Blogger: Welche Rolle spielt Mohammad und Jesus in deine-r/-m Religion bzw.
Leben?

Murat: Für mich ist Muhammad das, was für euch auch Jesus ist. Er hat die
Botschaften von Gott an uns überbracht: Koran! Es gibt sehr viele
Propheten, die im Koran genannt werden. Jesus ist euer Prophet und
Mohammed unser.

Blogger: Glaubst DU an ein Leben nach dem Tod ? Und wenn ja wie sieht es
deiner Meinung nach aus?

Murat: Ja, ich weiß nur das es dort völlig anders sein wird. Unvergleichlich mit dem
Leben was wir hier haben.

Blogger: Abschließend noch : Würdest du von dir behaupten ein strenggläubiger
Muslime zu sein?

Murat: Ich versuche so gut es geht nach den Regeln des Islams zu leben und
versuche meine Pflichten einzuhalten d.h. kein Alkohol, Sex vor der Ehe
und Einhaltung der 5 Säulen des Islams.

Blogger: Dann bedanke ich mich für das aufschlussreiche Interview und wünsch dir
noch einen schönen Tag.

Murat: Bitteschön.


Kleine Anmerkung am Rande: Nach Abschluss des Interviews entbrannte noch eine rege Diskussion zw. mir und dem Befragten über die Tatsache, dass es kein islamisches Land gibt , das Krieg gegen eine anderes islamisches führt.

Hauptsächlich ging es um den Einmarsch der USA in den Irak und ob es nicht genauso viel zum Terror dort beiträgt. Wir sind dann zu dem Schluss gekommen , dass es während eines Krieges durchaus zivile Opfer gibt , aber dass Gewalt gegen die Zivilbevölkerung seitens Terrororganisationen keine Lösung zur Bekämpfung von militärischen Bedrohungen ist.


Mit freundlichen Grüßen Steffen


Statisitsches zu Muslimen in Deutschland

Heute noch etwas Statistisches zu Muslimen in Deutschland:
In Deutschland leben zur Zeit ca. 3,2 Mio Muslime, die aus 40 verschiedenen Nationen stammen, wobei die Türken mit ungefähr 2 Mio den größten Teil ausmachen. Die Muslime unterscheiden sich allerdings in vielerlei Hinsicht:
- Herkunft (Türkei, Bosnien, arabische Länder,...)
- religiöse Richtung (Sunniten, Schiiten, Aleviten,...)
- Religiosität (streng gläubig, weniger gläubig; wie bei uns im Christentum eben auch)
- religiös-politische Position (konservativ, islamistisch, säkularistisch (=weltlich))
Die Mehrheit der deutschen Muslime gehört der sunnitischen Glaubensrichtung, der muslimischen Hauptströmung, an (ca. 2 640 000). 170 000 bis 220 000 sind Schiiten (zweite große Glaubensrichtung, unterscheidet sich von den Sunniten haupsächlich in der Frage des Nachfolgers Mohammeds). Außerdem gibt es ca. 400 000 Aleviten (hat neben dem Islam noch Elemente aus anderen vorislamischen Religionen). Der Rest verteilt sich auf kleinere Glaubensgemeinschaften/-strömungen.
Bisher sind geschätzte 12 000 bis 15 000 Deutsche zum Islam übergetreten, hauptsächlich Frauen, die einen muslimischen Mann geheiratet haben.
Zur Religiosität gibt es keine genauen Angaben, lediglich grobe Schätzungen. Diesen zufolge ist ungefähr ein Drittel der Muslime in Deutschland sehr religiös, d.h. diese Muslime nehmen ihren Glauben sehr ernst und leben genau nach dessen Regeln. Ein weiteres Drittel wird als "Kulturmuslime" bezeichnet, d.h. diese Muslime sind zwar von Geburt an Muslime, praktizieren ihre Religion aber eher selten. Das dritte Drittel bewegt sich irgendwo zwischen diesen beiden "Arten" von Muslimen.
In Deutschland gibt es zur Zeit ca. 2600 muslimische Gebetsstätten, wobei nur wenige Moscheebauten im klassischen Sinne sind. Die meisten Moscheen sind sogenannte "Hinterhofmoscheen", d.h. sie nutzen z.B. Räumlichkeiten stillgelegter Industriebetriebe oder einfache Wohnungen.
Ziemlich viele Zahlen, aber es ging leider nicht anders...
Meine Informationsquelle: http://www.bpb.de/themen/G1RPNN,0,0,Was_ist_Islam.html (Bundeszentrale für polititsche Bildung)

Donnerstag, 28. Juni 2007

Muslime feiern Ramadan in Deutschland

Heute habe ich mich mit dem Thema Ramadan befasst.

Ramadan ist eine Festzeit für die Muslime in Deutschland.
Genauer gesagt, ist der Ramadan ein Fastenmonat.
Vom Morgengrauen bis zur Dämmerung sollen sich Muslime
von allen leiblichen Genüssen fernhalten.
Für viele Deutsche ist dies bis heute unverständlich.
Warum sollte man den ganzen Tag hungern und nicht mal etwas trinken?
Muslime stellen sich diese Frage nicht.
Für sie bedeutet des Fasten Menschlichkeit und Barmherzigkeit
gegenüber armen Menschen, die nichts zu Essen haben.
Außerdem soll man dadurch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl bekommen,
dass alle vereint.
Die reichen Muslime sollen in dieser Zeit nachdenken,
wie es wohl den armen Menschen geht.
Doch nicht alle Muslime müssen fasten.
Kranke, Reisende, Kinder, Schwangere und stillende Frauen
sind von diesem Gebot ausgenommen.
Obwohl vom Morgengrauen bis zur Dämmerung nichts gegessen wird,
werden von einigen Muslimen doppelt so viele Speisen verzehrt,
wie in einem normalen Monat.
Außerdem darf in diesem Monat nicht geflucht oder gestritten werden.
Erst wenn alle Gebote erfüllt sind,
fühlt sich ein Muslim als ein guter Mensch,
da er den Heiligen Monat respektiert hat.

Auf folgendem link könnt ihr alles noch einmal genauer nachlesen.
Zudem findet ihr dort ein paar Kommentare von Muslimen,
die schreiben, wie sie es finden, den Ramadan in Deutschland zu verbringen.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2181519,00.html

Dienstag, 26. Juni 2007

Christentum und Islam im Netz

Beim Stöbern im Internet bin ich auf die Seite http://www.answering-islam.de/willkommen.html gestoßen, die "sich zum Ziel gesetzt hat, einerseits Christen den Islam zu erklären und andererseits Muslimen auf ihre Fragen zum christlichen Glauben zu antworten".
Auf der Seite gibt es einige Artikel zum Thema "Islam und Christentum", allerdings befasst sich der neuste Artikel mit der umstrittenen Äußerung des Papstes in Regensburg über den Islam, was ja schon eine Weile her ist (12.09.2006).
Weiterhin gibt es auf der Homepage einige komplette Online-Bücher zu Themen wie "Das Wesen des Islam" oder "Christuszeugnis für Muslime". Unter der Kategorie "Zeugnisse" kann man schließlich noch zwei Geschichten von Menschen lesen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Einer von beiden, Zia Nodrat aus Afghanistan, wurde in Pakistan wegen seiner Bekenntnis zum Christentum von fanatistischen Muslimen getötet.
Über die Linkliste bin ich dann auf die Seite http://www.orientdienst.de/ gekommen. Diese ist stärker praxisorientiert als "answering-islam":
So gibt es Tipps zu den "DO's und DON'Ts in Beziehungen mit Muslimen". Ein Beispiel: "Unter vier Augen ist es eher möglich über den Glauben und andere private Dinge ehrlich zu sprechen. Denn vor anderen Mitmuslimen, besonders denen, die nicht zur Familie gehören, muss der Muslim sein Gesicht wahren. Ein Interesse am christlichen Glauben müssen wir vertraulich behandeln."
Auch auf dieser Homepage gibt es "Zeugnisse" von zum Christentum konvertierten Muslimen und von Christen, die in einem muslimischen Land leben. Auf keiner der Seiten gab es jedoch ein Zeugniss von einem zum Islam konvertierten Christen. Zusammen mit dem obigen Zitat wirken die beiden Seiten missionarisch motiviert (die zweite jedoch deutlich stärker).
In der Subsite "Wir über uns" lässt sich dann auch der Grund dafür finden:
Die Organisation "Orientdienst" wurde 1963 von einem Pfarrer gegründet, um "orientalische Arbeitnehmer und Studenten mit dem Evangelium bekannt zu machen". Heute ist der "Orientdienst" ein freies Missionswerk auf der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz.
Fazit: Über den Islam und über die Muslime in Deutschland habe ich nur wenig Neues erfahren, dafür aber, dass ein Teil der Christen in Deutschland versucht, die Muslime zum Christentum zu bekehren.

Montag, 11. Juni 2007

Islam in Württemberg und Leipzig

Heute habe ich mich mal auf der Homepage, die uns Anna mitgeteilt hat, ein wenig umgesehen und zwei Links zu anderen Seiten gefunden, in denen es um die Muslime in Württemberg und Leipzig geht.
Auf der ersten Seite "http://www.gemeindedienst.de/weltanschauung/texte/islam1.htm" gibt es unter der Überschrift "6. Islam in Deutschland und in Württemberg - Aufgabe Integration - Organisationen" Informationen zu Muslimen in Württemberg:
In Deutschland lebten 2006 insgesamt ca. 3,3 Mio. Muslime, in Baden-Württemberg ca. 610.000, was einem Prozentsatz von 5,7 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Etwa ein Drittel dieser Muslime hat die deutsche Staatsbürgerschaft, die Tendenz ist steigend. Zur Zeit muss diskutiert werden, "Wie die Religionsausübung der Muslime Gestalt gewinnen kann und wo sie kollidiert mit anderen Grundrechten". Dabei werden Symbole wie z.B. das Kopftuch in der öffentlichen Diskussion oft überbewertet. Die Mehrheit der Muslime sieht keine Probleme, ihren Glauben im Rahmen des Grundgesetzes ausüben zu können. Zwangsheiraten, Ehrenmorde u.ä. werden oft nicht aus religiösen Gründen ausgeübt, sondern haben ihren Grund oft in bestimmten sozialen und kulturellen Milieus.
Um die Integration voranzutreiben, hat das Land Baden-Württemberg probeweise den Islamunterricht an Schulen eingeführt.
Auf der Seite werden dann noch die einzelnen muslimischen Organisationen vorgestellt, mit denen ich mich aber bisher bereits beschäftigt habe und daher nicht näher darauf eingehen möchte.
Die zweite Seite "http://www.confessio.de/islam/arrahman.htm" enthält einen Artikel über einen Besuch bei einer Moschee in Leipzig.
Das Gebäude der "Ar-Rahman-Moschee" unterscheidet sich äußerlich außer durch ein Schild nicht von einem Wohnhaus. Das bedeutet, es gibt weder Kuppeldach noch Minarett.
Es gibt aber einen Extra-Eingang für Frauen, die auch jeweils ihre eigenen Wasch-, Gebets-, Versammlungs- und Unterrichtsräume haben, die etwas kleiner sind als die "Männer-Version". Die Räume der Moschee sind sehr schlicht gestaltet.
Etwa 50 Muslime gehören zum "harten Kern" der Gemeinde, sie sind regelmäßig bei den Gebeten anwesend. Zum Freitagsgebet können es aber auch mal 400 Gläubige werden.
Im Durchschnitt einmal pro Woche kommt jemand zur Gemeinde hinzu. Ehen dürfen zwar laut Koran auch zwischen Muslimen und Christen/Juden geschlossen werden, aber in Leipzig werden, um Probleme zu vermeiden, nur rein muslimische Ehen geschlossen.
Hassan Dabbagh, der Imam (Vorbeter) der leipziger Moscheegemeinde, hat mit Konversionen zum Islam kein Problem, mit einer Abkehr vom Islam aber sehr:
"Wenn jemand die Wahrheit des Islam erkannt hat, und sie dennoch wieder verlassen will, dann gibt es verschiedene Gesetze. Bei uns darf man das nicht."
Nach einem Gespräch mit dem Imam durften die Autoren des Textes noch beim Mittagsgebet als Beobachter teilnehmen, bevor sie herzlich verabschiedet wurden.
Die Autoren kommen zu folgendem Fazit, dem ich mich anschließen möchte:
"Es bewahrheitet sich einmal mehr die alte Erkenntnis, dass es den Islam genausowenig gibt wie das Christentum, sondern eine große Breite der in diesen Religionen vertretenen Meinungen und Lebensstile. Mit denen gilt es sich konstruktiv auseinanderzusetzen - ohne Verteufelungen und ohne leichtfertige Anbiederungen, sondern in einem offenen und ehrlichen Dialog. Von diesem darf man keine Wunder erwarten, aber im Blick auf ein friedliches Zusammenleben gibt es dazu keine Alternativen."

Zentralrat der Ex-Muslime

Heute habe ich mich mit dem Zentralrat der Ex-Muslime beschäftigt. Die Mitglieder sind alle aus dem Islam ausgetreten. Sie kritisieren ,dass in viele muslimischen Ländern die Religionsfreiheit nur unzureichend umgesetzt wird ,denn dort ist es eine Totsünde dem muslimischen Glauben abzuschwören.

Ihre Hauptkampagne lautet: "Wir haben abgeschworen" und lehnt sich an das alte Motto der Frauenbewegung " Wir haben abgetrieben" an , weil beides in Deutschland ein Tabu bricht.

Mit ihrer Liste " 10 Gründe aus dem Islam auszutreten" wollen sie auch andere Muslime in ihre Gemeinschaft locken:

1. Der Islam als totalitäres, patriarchalisches Rechtssystem
Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern ein totalitäres, männliches, gewalttätiges Rechtssystem (u. a. Sure 33, Maida). Islam ist eine politische Anschauung mit eigenen Gesetzen für die Gläubigen, die aus den Versen des Koran und den Überlieferungen bestehen. Wegweisend soll für die Fragen, für die im Koran keine klaren und deutlichen Bestimmungen enthalten sind, neben den Überlieferungen und dem Koran das Leben des Propheten sein. Ich stelle dem die demokratische Verfassung, die Zivilordnung dagegen. Die Demokratie ist ein Geschenk sowohl in Deutschland als auch in meinem ursprünglichen Land, der Türkei. In beiden Ländern, so scheint es mir, wird nicht ausreichend erkannt, wie kostbar dieses Geschenk ist.

2. Der sog. „Prophet“ - alles andere als ein ethisches Vorbild
Mohammed gilt als der Prophet des Islam. Er soll von Gott entsandt sein, sein Leben, seine Handlungsweise gelten als wegweisend für die Zukunft der gesamten Menschheit. Mohammed aber…

• führte Kriege, zwang die Menschen ihren Glauben abzulegen, ließ Gefangene köpfen. Das Besiegen allein reichte ihm nicht, er raubte den Besitz seiner Gegner oder ließ ihr Haus, Hof und sogar Baumbestand in Brand stecken.
• heiratete ein Kind (Aischa), als er bereits 52 Jahre Alt war. Sie könnte sein Enkelkind sein
• besaß ein Harem von über ein dutzend Frauen, die er teilweise auf seinen Raubzügen auf andere Stämme nach der Ermordung ihrer Familien als Kriegsbeute in seinen Harem als Frau oder Sklavin aufnahm.
• ließ Glaubensabtrünnigen kreuzweise die Hand und den Fuß abhacken und sie verdursten
• ließ seine Kritikerinnen und Kritiker, Dichterin und Dichter ermorden, versprach den Mördern große Belohnung im Jenseits.

Diese Beispiele können erweitert werden. Das Ergebnis ist eindeutig: Mohammed hat kein Leben gelebt, das als Vorbild für die Menschheit gelten kann, sondern das abschreckt und das allein schon Grund genug ist, die Religion, die er schuf, abzulehnen.


3. Gottesknechtschaft statt Leben in Selbstverantwortung
Koran und die Überlieferungen verbreiten die Mär, jede Handlung des Menschen sei von Gott vorher bestimmt, ohne Erlaubnis Gottes könne kein Mensch etwas tun, sein Schicksal sei von Gott besiegelt. Gott bestimme, wer reich und wer arm werde, bestimme, wer Muslim oder Ungläubiger sei und so fort. Mohammed kreierte ein Gott, der beliebig, ungerecht handelt. Wer daran nicht glaubt, ist Heide.
Ich meine hingegen: Die Selbstverantwortung führt den Menschen zur radikalen Bejahung und Befreiung. Dadurch, dass im Islam alles von Gottbefohlen proklamiert wird, wird der Mensch in die Nichtigkeit geführt und versinkt in Gleichgültigkeit und Passivität. Dies kann man in vielen muslimischen Ländern beobachten. Dieser Glaubenssatz wird zudem bestärkt damit, dass viele gläubige Muslime glauben, dass das eigentliche Leben im Jenseits geführt werde. Dieser Irrglaube behindert Wissenschaft, Fortschritt, Aufklärung, Mündigkeit und Freiheit. Abgesehen davon bewirkt all dies die Schwächung der Moral durch Verlagerung der Verantwortung weg vom Menschen:

4. Intoleranz gegen Nicht- und Andersgläubige
Toleranz und Frieden sind für den Islam lediglich Mittel, die man im Krieg als List einsetzen kann. In vielen islamischen Staaten müssen die Christen und andersgläubige zusätzliche Steuer zahlen. Im Osmanischen Reich wurden die Kinder der Christen geraubt, um die brutalste Militäreinheit, die Janitscharen zu bilden.
Natürlich gibt es im Koran Verse, die bejahen, dass die „Götzenanbeter“ ihre Götter anbeten sollen und die Moslems ihren Gott. Es gibt auch den Vers, der besagt, dass Juden, Christen und Sabiis, die gute Taten vollbracht haben ins Paradies kommen werden. Es gibt auch einen Vers, der besagt, dass es kein Zwang im Glauben gäbe. Man könnte von daher meinen, der Islam sei tolerant. Doch es gibt noch viel mehr Verse, die die genanten Verse aufheben und genau das Gegenteil proklamieren.
Der Islam ist eine Religion, die die Welt als Kriegsschauplatz ansieht – und zwar solange, bis die gesamte Menschheit islamisch ist. (Siehe etwa Bakara, 191 [„Tötet sie, wo ihr sie findet“]. Nisa 89/91 und At-Tauba 9,29: „Kämpft mit Waffen gegen diejenigen, die nicht an Allah glauben, noch an den jüngsten Tag glauben, und die nicht für verboten erklären, was Allah und sein Gesandter Mohammed für verboten erklärt haben, und die sich nicht nach der rechten Religion (dem Islam) richten – von denen, die die Schrift erhalten haben (d. h. Juden und Christen) – kämpft mit der Waffe gegen diese, bis sie die Minderheitensteuer abgeben als Erniedrigte!“)
An vielen Stellen im Koran rechtfertigt Mohammed – bzw. nach muslimischer Vorstellung Allah – die Gewalt gegen Andersgläubige; sie sind des Todes (z.B. Sure 47, 4; 2, 191; 4, 89), sollen unterworfen werden (Sure 9, 29), dürfen vertrieben und enteignet werden (Sure 59).
Umfangreiche Kapitel der Werke, die die Sunna – das Norm setzende Handeln Mohammeds – enthalten, sind dem Jihad gegen Anders- und Nichtgläubige gewidmet. Mit diesen Tatsachen konfrontiert, weisen Muslime gerne auf Stellen im Alten Testament hin, an denen ebenfalls von Gewalt gegen Andersgläubige die Rede ist (z.B. 2.Mose 22, 17; 3.Mose 20). Es ist aber erstens Unsinn, die Pest mit der Cholera austreiben zu wollen, und zweitens haben sich die meisten Juden und Christen – im Unterschied zu vielen Muslimen – von diesen Wahnideen längst distanziert.

5. Christen- und Judenfeindlichkeit
Entgegen aller gegenteiligen Behauptungen bekämpft der Islam nicht nur Heiden und Apostaten, sondern ist im Kern auch radikal juden- und christenfeindlich. Er verbietet (siehe Vers 51 der Sure Al-Maida den Muslimen sogar die Freundschaft mit Juden und Christen. Wenn die Migranten sich selbst ernst nehmen wollen, müssen sie sich öffentlich von diesen Versen distanzieren.

6. Frauen im Islam
Mohammed sah die Sicherung der gesellschaftlichen Ordnung darin, die Frau zur Bediensteten, zur Beute des Mannes zu machen. Die Unterdrückung, die Erniedrigung der Frau wurde im Islam gesetzlich verbrieft. Frauen gelten als…
• intellektuell und religiös (minder) erschaffen
• Quelle der Bosheit, der Zwietracht, Intrigant, undankbar und teuflisch
• bedauernswerte Wesen, da die meisten von ihnen ohnehin in der Hölle landen werden

7. Gewalt im Islam
Der Islam sät Gewalt. (siehe 9/ 73, 4/95) Den Kriegen, die Mohammed führte, gingen kleinere Unternehmungen voraus, etwa die Beraubung von mekkanischen Karawanen. Diese Überfälle und die Kriege danach dienten der wirtschaftlichen Bereicherung Mohammeds und seiner Mitkrieger. Viele nahmen teil, weil sie Anteil an der Beute bekamen. Ein Fünftel der Kriegsbeute ging stets an Allah.
Von daher hat die Gewalt von 11 September, die Bombe in Madrid, die Bombe in London und auch die Gewalt zwischen den Religionsgruppen in Irak, die Morde in der Türkei an Turan Dursun und an anderen Journalisten, Kritiker eine Tradition. Es hat eine Tradition, wenn Mütter den Tod ihrer Söhne für den Jihad in Kauf nehmen und ankündigen, weitere Söhne haben zu wollen, die ebenfalls zum angeblich gottgewollten Selbstmordanschlag bereit seien.
Diese religiöse Verherrlichung der Gewalt muss aufhören! Ihr stelle ich die Aufklärung, den Frieden, den zivilisierten Diskurs entgegen.

8. Entmenschlichung der Männer
Indem Mohammed die Männer über die Frauen stellte, wollte er die Männer hörig machen. Denn in seinem System ist auch der Mann ein armer Untertan Gottes, er muss sich blindlings beugen vor Gott und vor dessen Botschafter, d.h. vor Mohammed selbst. Indem Mohammed den Mann, den er außerhalb seines Hauses knechtete, in ein „Nichts“ verwandelte, in den eigenen Wänden zum „König“ machte, ermöglichte er dem Mann, die Situation der Frau bereitwillig zu akzeptieren.
Genau die Verse, die zur Unterdrückung der Frau dienen sollen, sind zugleich die Verse, welche die Männer degradieren, entmenschlichen. Sure Al-Nisa, Vers 34 ist ein frappierendes Beispiel dafür: „…Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat….Und wenn ihr fürchtet, dass irgendwelche Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!....“
Die Befürchtung der Männer allein soll sie dazu verleiten mit Gottes Segen, die Frau zu schlagen, die sie lieben, mit denen sie Kinder zeugen, alt werden. Darüber hinaus wird der Mann im Islam auf ein dumpfes Triebwesen reduziert, das schon beim bloßen Anblick offener Haare ejakulieren muss. Ein mündiger, erwachsener, reifer Mensch weiß seine sexuellen Triebe zu beherrschen. Auch die in den Islam zufällig hineingeborenen Männer sollten dazu in der Lage sein, wenn man es ihnen abverlangt.
Ich rufe die Männer auf: Sagt Nein zum Islam! Sagt Nein zu eurer eigenen Entmenschlichung.
Gewinnen würdet ihr echte Lebensgefährtin, gleichberechtigte Partnerinnen. Wer dem eine auf Gehorsam verpflichtete Sklavin vorzieht, hat nicht einmal die ersten Treppenstufen der kulturellen Zivilisation erreicht.

9. Frauen: Unterjochung selbst noch im herbeihalluzinierten Jenseits
Der versprochene Eintritt ins Paradies verlangt Frauen einen hohen Preis ab: Die Frau muss die Dienste für ihren Mann bestens verrichten, ihn zufrieden stellen, ihm gehorchen, seine Begierden stillen. Aber auch wenn sie all dies fehlerlos bewerkstelligt, kann sie das herbeihalluzinierte Paradies nur dann betreten, wenn ihr Mann dem zustimmt. Schließlich sind sie nur die „vorübergehenden Frauen auf Erden“ Die eigentlichen Frauen der Männer sind die Huris. Diese sind irdischen Frauen in jeder Hinsicht überlegen und kommen an erster Stelle.
Die Beschreibungen des Paradieses in den Suren „En-Nebe“, „El-Vakia“ und „e´d-Dehr“ zeigen das sehr deutlich. En-Nebe verheißt den Männern „gleichaltrige (Huris) mit schwellenden Brüsten“ „und einen Becher Wein…“ Sure El-Vakia verspricht “Gärten der Wonne“, „und großäugige Huris haben sie zur Verfügung“, „in ihrer Schönheit den wohlverwahrten Perlen gleich..“.
All dies zeigt, dass es für gläubige muslimische Frauen selbst im erträumten Paradies kaum Ruhe und Glück geben wird, sie werden ihre Ehemänner vielmehr liebend in den Armen der Huris vorfinden.

10. Das muslimische Bild des Menschen: ein undankbares, zu absolutem Gehorsam verpflichtetes Geschöpf
Immer wieder stellt Mohammed fest, dass der Mensch von Grund auf ein undankbares Geschöpf ist. Meistgebrauchte Aussagen im Koran sind: Heuchler, Wildesel, Der verfluchte Mensch! Wie undankbar, ungläubig ist er doch. Unzählige Male wird der Mensch gefragt „Was wollt ihr alles leugnen von den Wohltaten eures Herrn!“
Die Menschen sind in Mohammeds Augen undankbare, zu absolutem Gehorsam verpflichtete Wesen, die im Namen einer sonderbaren göttlichen „Gerechtigkeit“ bestraft werden müssen. Diesem Bild stelle ich die Idee des aufrechten Gangs, des mündigen Bürgers, entgegen, das Bild eines Menschen, der Behauptungen mit wachem Verstand kritisch überprüft, statt sich in blindem Gehorsam archaischen Wahnideen zu unterwerfen.

Wenn ich nicht immer mitten im Blog-Schreiben vom Server geschmiessen worden wäre, hätte ich die obenstehenden Punkte zusammengefasst dargestellen können, so war dies aber , wie auch schon des Öfteren während des Erstellen eines Blogs , nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Freitag, 8. Juni 2007

Evangelischer Kirchentag in Köln

Heute morgen habe ich in der RNZ einen Artikel über den evangelischen Kirchentag in Köln gelesen, den ich im folgenden kurz zusammenfassen möchte.
Aber was hat der evangelische Kirchentag überhaupt mit Muslimen in Deutschland zu tun? Wie schon allein aus der Tatsache zu schließen ist, dass ich hier etwas dazu schreibe, eine ganze Menge.
Seit November letzten Jahres ist das Verhältnis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und den Muslimen in Deutschland aufgrund der Schrift "Klarheit und gute Nachbarschaft" sehr gespannt. Gestern kam es im Verlauf des zweiten Tages des evangelischen Kirchentags zu einer hitzigen Diskussion über das Thema "Religionsfreiheit", in der Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender von Zentralrat und Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland, der EKD vorwarf, durch eben diese Schrift einen "Generalverdacht" gegenüber angeblicher Gewaltbereitschaft von Muslimen zu proklamieren. Er sagte, die Schrift spreche die Sprache der Abgrenzung und verstärke Islamophobie in Deutschland. Deutschland tue sich schwer, nicht-christliche Religionsgemeinschaften als gleichwertig zu akzeptieren. Ich denke, dass er damit darauf anspielt, dass die Muslime in Deutschland beispielsweise im Verlauf der Islamkonferenz gefordert haben, als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden und dies bisher noch nicht erreich haben. Köhler sagte weiterhin: "Der Umgang mit den Muslimen in Deutschland ist Prüfstein für die Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Freiheit der Glaubensausübung in unserer Republik. Wir erwarten nur Normalität. Wir wollen nicht mehr und auch nicht weniger als das, was die Verfassung an Religionsfreiheit anbietet."
Der EKD-Ratsvorsitzende Huber betonte, dass es keine Alternative zur Religionsfreiheit gibt, die überall gewährleistet sein muss. "Das gilt für Muslime in Deutschland genauso wie für Christen in der Türkei." Damit erinnerte er an die Ermordung von drei Mitarbeitern eines Bibel-Verlages in der Türkei im April.
Er forderte, dass die Muslime das Recht akzeptieren müssen, die Religion zu wechseln oder gar keine zu haben. Es gebe auch in Deutschland noch zum Christentum konvertierte Muslime, die sich nicht trauen, dies zu bekennen.
Im Verlauf der Podiumsdiskussion wurde Huber vorgeworfen, er habe bisher keine öffentliche Äußerungen zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Muslimen gemacht. Es sei allerdings ein gewaltiger Fortschritt, dass er eine Einladung muslimischer Vertreter zu einem Gespräch in Mannheim angenommen habe.
Huber stellte daraufhin klar, dass der eigentliche Fortschritt die Einladung in die Moschee sei und dass weder er noch der Rat der EKD zuvor jemals eine solche Einladung abgelehnt hätten.
Die evangelische Kirche will weiterhin am Dialog mit den Muslimen festhalten, den es schon siet 25 Jahren gibt.
Weiterhin habe ich noch einen Kommentar zu diesem Thema gefunden, ebenfalls in der RNZ.
Darin wird kritisiert, dass es die Religionsfreiheit, die Köhler fordert, in Deutschland ja gibt und dass die Muslime in Deutschland diese uneingeschränkt nutzen können. Der Autor vermutet, dass diese Forderung hauptsächlich dazu dient, Anerkennung innerhalb der eigenen Organisation zu bekommen.
Weiterhin heißt es: "Der EKD aber Missionierung und Islamophobie vorzuwerfen, weil sie mit Überzeugung ihre eigene Glaubenspositon vertritt, ist lächerlich. Nichts anderes tut Köhler ja auch."
Wie unschwer zu erkennen ist, ist der Autor sehr kritisch gegenüber Köhler eingestellt.
Damit möchte ich mich verabschieden und allen schöne Restferien wünschen.