Samstag, 30. Juni 2007

Prognose für die Zukunft

Heute Abend habe ich beim Stöbern im Internet noch etwas Interessantes gefunden, weshalb ich nun noch einen letzten, kurzen Blog-Eintrag verfassen möchte.
Im pdf-Dokument http://w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2006/2397/pdf/Islam_in_Deutschland_Prognose_2030_Seminarbericht.pdf
wird eine Prognose zum Islam in Deutschland im Jahr 2030 erstellt. Laut dieser Prognose stellen die Muslime 2030 mit 7 Mio. Menschen ein Zehntel der deutschen Bevölkerung. Zwei Drittel davon werden die deutsche Staatsbürgerschaft haben.
Allerdings wird es eine Art Diskriminierung geben, sodass islamische Männer ausgegrenzt werden, die daraufhin ein religöses Netzwerk islamischer Privatunternehmen aufbauen.
Im Verhältnis deutscher Staat - islamische Religiosgemeinschaften wird sich auf Länderebene nicht viel verändern, auf Kommunalebene wird es jedoch deutliche Fortschritte geben. Die Türkei wird ein besonderes EU-Mitglied sein, welches vor allem eine Mittlerrolle zwischen Europa und Asien haben wird. Es wird sich außerdem ein "europäischer" Islam bilden, der sich deutlich vom "arabischen" Islam abgrenzt.
Zum interreligiösen Dialog heißt es in der Prognose, dass die Katholische Kirche sich nach wie vor um Dialog bemüht, die evangelischen Freikirchen sich aber zunehmend von anderen Glaubensgemeinschaften abgrenzen.
Außerdem wird es 2030 vermehrt islamische Medien in Deutschland geben, beispielsweise Fernseh- und Radiobeiträge.
Der Text ist, wie bei einem universitären Text auch zu erwarten, sehr sachlich geschrieben. Bei dieser Prognose stellt sich wie bei allen Prognosen jedoch das Problem, dass man nie weiß, ob alles auch so eintreffen wird, wie prognostiziert. Wenn ihr euch 2030 an diesen Blog-Eintrag erinnert, könnt ihr ja mal Prognose mit Wirklichkeit vergleichen...
Heute liefere ich zum Abschluss unserer Unterrichtseinheit ein Interview mit einem Freud von mir. Er ist in Deutschland geboren und bekennender Muslime und beantwortet mir einige
Frage über seine Religion.

Ich nenne ihn im folgenden Murat ( richtiger Name dem Autor bekannt)

Blogger: Wie bzw. warum sind deine Eltern nach Deutschland gekommen?

Murat: Sie sind in ihrer Kindheit mit ihren Eltern hierher gereist, die mit der
Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Arbeit hierher kamen.

Blogger: Demnach seit ihr jetzt schon in der 3. Generation in Deutschland.
Fühlst du dich als Deutscher oder Türke?

Murat: Türke!

Blogger: Begründe!

Murat : Man kann ja seine Wurzeln nicht einfach verleugnen.

Blogger: Wo wäre für dich das Leben interessanter und wo sicherer bezüglich
deiner Zukunft?

Murat: Für mich wäre das Leben in der Türkei interessanter da ich dort meistens
nur noch alle zwei Jahre für 3-4Wochen hinkomme aber bezüglich meiner
Zukunft bin ich mir nicht sicher was ich mache, denn die Türkei ist zur Zeit
auch ein Land im Aufschwung.

Blogger: „Ein Land im Aufschwung“ , du bist folglich für einen Betritt der Türkei zu
EU?
Murat: Naja nach so langer Zeit ist es mir ehrlich gesagt vollkommen egal. Wir
können auch ohne EU!

Blogger: Um nun von der Politik wegzukommen folgende Frage: Was hältst du von
„Selbstmordattentäter“? Kannst du ihrer Beweggründe verstehen?

Murat: Nein. Meiner Meinung nach ist es schwachsinnig weiß auch nicht was sie
dazu bewegt!

Blogger: Könnte ein Grund sein ,dass in manchen Suren im Koran steht man müsse
die anderen Religionen bekämpfen?

Murat: Man soll sich nur selbst beschützen von bekämpfen ist keine Rede .Im
Koran steht das die grundlose Tötung eines Menschen oder Tieres
gleichgültig mit dem ist als hätte man die ganze Menschheit vernichtet!

Blogger: Aber dann kann man doch Zivilisten anderer Religion als Gefahr sehen und
folglich wäre es keine grundlose Tötung, oder ?

Murat: Nein. Nur wenn sie eine Tätigkeit begehen, wenn sie eine Bedrohung sind.


Blogger: Und warum sprengen sich dann diese Leute in Bussen oder
Einkaufszentren in die Luft? Kann ein Kind eine Gefahr sein?

Murat: Ich kann nur sagen das Selbstmord in unserer Religion ebenfalls als Sünde
angesehen wird. Da kann ich dir auch nicht weiterhelfen tut mir leid.

Blogger: Oftmals kommt das Grundgesetzt mit den religiösen Werten des Islams in
Konflikt. Ein Beispiel ist die Klage von Eltern ihren 11-Jährigen Sohn von
dem Schwimmunterricht zu befreien, um ihm dort den Anblick von Mädchen
in Bikinis zu ersparen. Wie siehst du diesen Fall?

Murat: Einerseits verstehe ich die Eltern(weil sie ihre Religiösen Pflichten und
Rechte beachten und nicht brechen wollen), aber andererseits weiß ich
auch das eurer Ansicht nach dies als übertriebene Handlung angesehen
wird.

Blogger: Noch ein Konflikt. Wie siehst du eine Ehe mit Partnern unterschiedlichen
Religionen?

Murat: Meiner Religion nach darf ich diese Ehe eingehen wenn ich meine Partnerin
für meine Religion überzeugen kann d.h. sie muss Muslima werden.

Blogger: Welche Rolle spielt Mohammad und Jesus in deine-r/-m Religion bzw.
Leben?

Murat: Für mich ist Muhammad das, was für euch auch Jesus ist. Er hat die
Botschaften von Gott an uns überbracht: Koran! Es gibt sehr viele
Propheten, die im Koran genannt werden. Jesus ist euer Prophet und
Mohammed unser.

Blogger: Glaubst DU an ein Leben nach dem Tod ? Und wenn ja wie sieht es
deiner Meinung nach aus?

Murat: Ja, ich weiß nur das es dort völlig anders sein wird. Unvergleichlich mit dem
Leben was wir hier haben.

Blogger: Abschließend noch : Würdest du von dir behaupten ein strenggläubiger
Muslime zu sein?

Murat: Ich versuche so gut es geht nach den Regeln des Islams zu leben und
versuche meine Pflichten einzuhalten d.h. kein Alkohol, Sex vor der Ehe
und Einhaltung der 5 Säulen des Islams.

Blogger: Dann bedanke ich mich für das aufschlussreiche Interview und wünsch dir
noch einen schönen Tag.

Murat: Bitteschön.


Kleine Anmerkung am Rande: Nach Abschluss des Interviews entbrannte noch eine rege Diskussion zw. mir und dem Befragten über die Tatsache, dass es kein islamisches Land gibt , das Krieg gegen eine anderes islamisches führt.

Hauptsächlich ging es um den Einmarsch der USA in den Irak und ob es nicht genauso viel zum Terror dort beiträgt. Wir sind dann zu dem Schluss gekommen , dass es während eines Krieges durchaus zivile Opfer gibt , aber dass Gewalt gegen die Zivilbevölkerung seitens Terrororganisationen keine Lösung zur Bekämpfung von militärischen Bedrohungen ist.


Mit freundlichen Grüßen Steffen


Statisitsches zu Muslimen in Deutschland

Heute noch etwas Statistisches zu Muslimen in Deutschland:
In Deutschland leben zur Zeit ca. 3,2 Mio Muslime, die aus 40 verschiedenen Nationen stammen, wobei die Türken mit ungefähr 2 Mio den größten Teil ausmachen. Die Muslime unterscheiden sich allerdings in vielerlei Hinsicht:
- Herkunft (Türkei, Bosnien, arabische Länder,...)
- religiöse Richtung (Sunniten, Schiiten, Aleviten,...)
- Religiosität (streng gläubig, weniger gläubig; wie bei uns im Christentum eben auch)
- religiös-politische Position (konservativ, islamistisch, säkularistisch (=weltlich))
Die Mehrheit der deutschen Muslime gehört der sunnitischen Glaubensrichtung, der muslimischen Hauptströmung, an (ca. 2 640 000). 170 000 bis 220 000 sind Schiiten (zweite große Glaubensrichtung, unterscheidet sich von den Sunniten haupsächlich in der Frage des Nachfolgers Mohammeds). Außerdem gibt es ca. 400 000 Aleviten (hat neben dem Islam noch Elemente aus anderen vorislamischen Religionen). Der Rest verteilt sich auf kleinere Glaubensgemeinschaften/-strömungen.
Bisher sind geschätzte 12 000 bis 15 000 Deutsche zum Islam übergetreten, hauptsächlich Frauen, die einen muslimischen Mann geheiratet haben.
Zur Religiosität gibt es keine genauen Angaben, lediglich grobe Schätzungen. Diesen zufolge ist ungefähr ein Drittel der Muslime in Deutschland sehr religiös, d.h. diese Muslime nehmen ihren Glauben sehr ernst und leben genau nach dessen Regeln. Ein weiteres Drittel wird als "Kulturmuslime" bezeichnet, d.h. diese Muslime sind zwar von Geburt an Muslime, praktizieren ihre Religion aber eher selten. Das dritte Drittel bewegt sich irgendwo zwischen diesen beiden "Arten" von Muslimen.
In Deutschland gibt es zur Zeit ca. 2600 muslimische Gebetsstätten, wobei nur wenige Moscheebauten im klassischen Sinne sind. Die meisten Moscheen sind sogenannte "Hinterhofmoscheen", d.h. sie nutzen z.B. Räumlichkeiten stillgelegter Industriebetriebe oder einfache Wohnungen.
Ziemlich viele Zahlen, aber es ging leider nicht anders...
Meine Informationsquelle: http://www.bpb.de/themen/G1RPNN,0,0,Was_ist_Islam.html (Bundeszentrale für polititsche Bildung)

Donnerstag, 28. Juni 2007

Muslime feiern Ramadan in Deutschland

Heute habe ich mich mit dem Thema Ramadan befasst.

Ramadan ist eine Festzeit für die Muslime in Deutschland.
Genauer gesagt, ist der Ramadan ein Fastenmonat.
Vom Morgengrauen bis zur Dämmerung sollen sich Muslime
von allen leiblichen Genüssen fernhalten.
Für viele Deutsche ist dies bis heute unverständlich.
Warum sollte man den ganzen Tag hungern und nicht mal etwas trinken?
Muslime stellen sich diese Frage nicht.
Für sie bedeutet des Fasten Menschlichkeit und Barmherzigkeit
gegenüber armen Menschen, die nichts zu Essen haben.
Außerdem soll man dadurch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl bekommen,
dass alle vereint.
Die reichen Muslime sollen in dieser Zeit nachdenken,
wie es wohl den armen Menschen geht.
Doch nicht alle Muslime müssen fasten.
Kranke, Reisende, Kinder, Schwangere und stillende Frauen
sind von diesem Gebot ausgenommen.
Obwohl vom Morgengrauen bis zur Dämmerung nichts gegessen wird,
werden von einigen Muslimen doppelt so viele Speisen verzehrt,
wie in einem normalen Monat.
Außerdem darf in diesem Monat nicht geflucht oder gestritten werden.
Erst wenn alle Gebote erfüllt sind,
fühlt sich ein Muslim als ein guter Mensch,
da er den Heiligen Monat respektiert hat.

Auf folgendem link könnt ihr alles noch einmal genauer nachlesen.
Zudem findet ihr dort ein paar Kommentare von Muslimen,
die schreiben, wie sie es finden, den Ramadan in Deutschland zu verbringen.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2181519,00.html

Dienstag, 26. Juni 2007

Christentum und Islam im Netz

Beim Stöbern im Internet bin ich auf die Seite http://www.answering-islam.de/willkommen.html gestoßen, die "sich zum Ziel gesetzt hat, einerseits Christen den Islam zu erklären und andererseits Muslimen auf ihre Fragen zum christlichen Glauben zu antworten".
Auf der Seite gibt es einige Artikel zum Thema "Islam und Christentum", allerdings befasst sich der neuste Artikel mit der umstrittenen Äußerung des Papstes in Regensburg über den Islam, was ja schon eine Weile her ist (12.09.2006).
Weiterhin gibt es auf der Homepage einige komplette Online-Bücher zu Themen wie "Das Wesen des Islam" oder "Christuszeugnis für Muslime". Unter der Kategorie "Zeugnisse" kann man schließlich noch zwei Geschichten von Menschen lesen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Einer von beiden, Zia Nodrat aus Afghanistan, wurde in Pakistan wegen seiner Bekenntnis zum Christentum von fanatistischen Muslimen getötet.
Über die Linkliste bin ich dann auf die Seite http://www.orientdienst.de/ gekommen. Diese ist stärker praxisorientiert als "answering-islam":
So gibt es Tipps zu den "DO's und DON'Ts in Beziehungen mit Muslimen". Ein Beispiel: "Unter vier Augen ist es eher möglich über den Glauben und andere private Dinge ehrlich zu sprechen. Denn vor anderen Mitmuslimen, besonders denen, die nicht zur Familie gehören, muss der Muslim sein Gesicht wahren. Ein Interesse am christlichen Glauben müssen wir vertraulich behandeln."
Auch auf dieser Homepage gibt es "Zeugnisse" von zum Christentum konvertierten Muslimen und von Christen, die in einem muslimischen Land leben. Auf keiner der Seiten gab es jedoch ein Zeugniss von einem zum Islam konvertierten Christen. Zusammen mit dem obigen Zitat wirken die beiden Seiten missionarisch motiviert (die zweite jedoch deutlich stärker).
In der Subsite "Wir über uns" lässt sich dann auch der Grund dafür finden:
Die Organisation "Orientdienst" wurde 1963 von einem Pfarrer gegründet, um "orientalische Arbeitnehmer und Studenten mit dem Evangelium bekannt zu machen". Heute ist der "Orientdienst" ein freies Missionswerk auf der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz.
Fazit: Über den Islam und über die Muslime in Deutschland habe ich nur wenig Neues erfahren, dafür aber, dass ein Teil der Christen in Deutschland versucht, die Muslime zum Christentum zu bekehren.

Montag, 11. Juni 2007

Islam in Württemberg und Leipzig

Heute habe ich mich mal auf der Homepage, die uns Anna mitgeteilt hat, ein wenig umgesehen und zwei Links zu anderen Seiten gefunden, in denen es um die Muslime in Württemberg und Leipzig geht.
Auf der ersten Seite "http://www.gemeindedienst.de/weltanschauung/texte/islam1.htm" gibt es unter der Überschrift "6. Islam in Deutschland und in Württemberg - Aufgabe Integration - Organisationen" Informationen zu Muslimen in Württemberg:
In Deutschland lebten 2006 insgesamt ca. 3,3 Mio. Muslime, in Baden-Württemberg ca. 610.000, was einem Prozentsatz von 5,7 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Etwa ein Drittel dieser Muslime hat die deutsche Staatsbürgerschaft, die Tendenz ist steigend. Zur Zeit muss diskutiert werden, "Wie die Religionsausübung der Muslime Gestalt gewinnen kann und wo sie kollidiert mit anderen Grundrechten". Dabei werden Symbole wie z.B. das Kopftuch in der öffentlichen Diskussion oft überbewertet. Die Mehrheit der Muslime sieht keine Probleme, ihren Glauben im Rahmen des Grundgesetzes ausüben zu können. Zwangsheiraten, Ehrenmorde u.ä. werden oft nicht aus religiösen Gründen ausgeübt, sondern haben ihren Grund oft in bestimmten sozialen und kulturellen Milieus.
Um die Integration voranzutreiben, hat das Land Baden-Württemberg probeweise den Islamunterricht an Schulen eingeführt.
Auf der Seite werden dann noch die einzelnen muslimischen Organisationen vorgestellt, mit denen ich mich aber bisher bereits beschäftigt habe und daher nicht näher darauf eingehen möchte.
Die zweite Seite "http://www.confessio.de/islam/arrahman.htm" enthält einen Artikel über einen Besuch bei einer Moschee in Leipzig.
Das Gebäude der "Ar-Rahman-Moschee" unterscheidet sich äußerlich außer durch ein Schild nicht von einem Wohnhaus. Das bedeutet, es gibt weder Kuppeldach noch Minarett.
Es gibt aber einen Extra-Eingang für Frauen, die auch jeweils ihre eigenen Wasch-, Gebets-, Versammlungs- und Unterrichtsräume haben, die etwas kleiner sind als die "Männer-Version". Die Räume der Moschee sind sehr schlicht gestaltet.
Etwa 50 Muslime gehören zum "harten Kern" der Gemeinde, sie sind regelmäßig bei den Gebeten anwesend. Zum Freitagsgebet können es aber auch mal 400 Gläubige werden.
Im Durchschnitt einmal pro Woche kommt jemand zur Gemeinde hinzu. Ehen dürfen zwar laut Koran auch zwischen Muslimen und Christen/Juden geschlossen werden, aber in Leipzig werden, um Probleme zu vermeiden, nur rein muslimische Ehen geschlossen.
Hassan Dabbagh, der Imam (Vorbeter) der leipziger Moscheegemeinde, hat mit Konversionen zum Islam kein Problem, mit einer Abkehr vom Islam aber sehr:
"Wenn jemand die Wahrheit des Islam erkannt hat, und sie dennoch wieder verlassen will, dann gibt es verschiedene Gesetze. Bei uns darf man das nicht."
Nach einem Gespräch mit dem Imam durften die Autoren des Textes noch beim Mittagsgebet als Beobachter teilnehmen, bevor sie herzlich verabschiedet wurden.
Die Autoren kommen zu folgendem Fazit, dem ich mich anschließen möchte:
"Es bewahrheitet sich einmal mehr die alte Erkenntnis, dass es den Islam genausowenig gibt wie das Christentum, sondern eine große Breite der in diesen Religionen vertretenen Meinungen und Lebensstile. Mit denen gilt es sich konstruktiv auseinanderzusetzen - ohne Verteufelungen und ohne leichtfertige Anbiederungen, sondern in einem offenen und ehrlichen Dialog. Von diesem darf man keine Wunder erwarten, aber im Blick auf ein friedliches Zusammenleben gibt es dazu keine Alternativen."

Zentralrat der Ex-Muslime

Heute habe ich mich mit dem Zentralrat der Ex-Muslime beschäftigt. Die Mitglieder sind alle aus dem Islam ausgetreten. Sie kritisieren ,dass in viele muslimischen Ländern die Religionsfreiheit nur unzureichend umgesetzt wird ,denn dort ist es eine Totsünde dem muslimischen Glauben abzuschwören.

Ihre Hauptkampagne lautet: "Wir haben abgeschworen" und lehnt sich an das alte Motto der Frauenbewegung " Wir haben abgetrieben" an , weil beides in Deutschland ein Tabu bricht.

Mit ihrer Liste " 10 Gründe aus dem Islam auszutreten" wollen sie auch andere Muslime in ihre Gemeinschaft locken:

1. Der Islam als totalitäres, patriarchalisches Rechtssystem
Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern ein totalitäres, männliches, gewalttätiges Rechtssystem (u. a. Sure 33, Maida). Islam ist eine politische Anschauung mit eigenen Gesetzen für die Gläubigen, die aus den Versen des Koran und den Überlieferungen bestehen. Wegweisend soll für die Fragen, für die im Koran keine klaren und deutlichen Bestimmungen enthalten sind, neben den Überlieferungen und dem Koran das Leben des Propheten sein. Ich stelle dem die demokratische Verfassung, die Zivilordnung dagegen. Die Demokratie ist ein Geschenk sowohl in Deutschland als auch in meinem ursprünglichen Land, der Türkei. In beiden Ländern, so scheint es mir, wird nicht ausreichend erkannt, wie kostbar dieses Geschenk ist.

2. Der sog. „Prophet“ - alles andere als ein ethisches Vorbild
Mohammed gilt als der Prophet des Islam. Er soll von Gott entsandt sein, sein Leben, seine Handlungsweise gelten als wegweisend für die Zukunft der gesamten Menschheit. Mohammed aber…

• führte Kriege, zwang die Menschen ihren Glauben abzulegen, ließ Gefangene köpfen. Das Besiegen allein reichte ihm nicht, er raubte den Besitz seiner Gegner oder ließ ihr Haus, Hof und sogar Baumbestand in Brand stecken.
• heiratete ein Kind (Aischa), als er bereits 52 Jahre Alt war. Sie könnte sein Enkelkind sein
• besaß ein Harem von über ein dutzend Frauen, die er teilweise auf seinen Raubzügen auf andere Stämme nach der Ermordung ihrer Familien als Kriegsbeute in seinen Harem als Frau oder Sklavin aufnahm.
• ließ Glaubensabtrünnigen kreuzweise die Hand und den Fuß abhacken und sie verdursten
• ließ seine Kritikerinnen und Kritiker, Dichterin und Dichter ermorden, versprach den Mördern große Belohnung im Jenseits.

Diese Beispiele können erweitert werden. Das Ergebnis ist eindeutig: Mohammed hat kein Leben gelebt, das als Vorbild für die Menschheit gelten kann, sondern das abschreckt und das allein schon Grund genug ist, die Religion, die er schuf, abzulehnen.


3. Gottesknechtschaft statt Leben in Selbstverantwortung
Koran und die Überlieferungen verbreiten die Mär, jede Handlung des Menschen sei von Gott vorher bestimmt, ohne Erlaubnis Gottes könne kein Mensch etwas tun, sein Schicksal sei von Gott besiegelt. Gott bestimme, wer reich und wer arm werde, bestimme, wer Muslim oder Ungläubiger sei und so fort. Mohammed kreierte ein Gott, der beliebig, ungerecht handelt. Wer daran nicht glaubt, ist Heide.
Ich meine hingegen: Die Selbstverantwortung führt den Menschen zur radikalen Bejahung und Befreiung. Dadurch, dass im Islam alles von Gottbefohlen proklamiert wird, wird der Mensch in die Nichtigkeit geführt und versinkt in Gleichgültigkeit und Passivität. Dies kann man in vielen muslimischen Ländern beobachten. Dieser Glaubenssatz wird zudem bestärkt damit, dass viele gläubige Muslime glauben, dass das eigentliche Leben im Jenseits geführt werde. Dieser Irrglaube behindert Wissenschaft, Fortschritt, Aufklärung, Mündigkeit und Freiheit. Abgesehen davon bewirkt all dies die Schwächung der Moral durch Verlagerung der Verantwortung weg vom Menschen:

4. Intoleranz gegen Nicht- und Andersgläubige
Toleranz und Frieden sind für den Islam lediglich Mittel, die man im Krieg als List einsetzen kann. In vielen islamischen Staaten müssen die Christen und andersgläubige zusätzliche Steuer zahlen. Im Osmanischen Reich wurden die Kinder der Christen geraubt, um die brutalste Militäreinheit, die Janitscharen zu bilden.
Natürlich gibt es im Koran Verse, die bejahen, dass die „Götzenanbeter“ ihre Götter anbeten sollen und die Moslems ihren Gott. Es gibt auch den Vers, der besagt, dass Juden, Christen und Sabiis, die gute Taten vollbracht haben ins Paradies kommen werden. Es gibt auch einen Vers, der besagt, dass es kein Zwang im Glauben gäbe. Man könnte von daher meinen, der Islam sei tolerant. Doch es gibt noch viel mehr Verse, die die genanten Verse aufheben und genau das Gegenteil proklamieren.
Der Islam ist eine Religion, die die Welt als Kriegsschauplatz ansieht – und zwar solange, bis die gesamte Menschheit islamisch ist. (Siehe etwa Bakara, 191 [„Tötet sie, wo ihr sie findet“]. Nisa 89/91 und At-Tauba 9,29: „Kämpft mit Waffen gegen diejenigen, die nicht an Allah glauben, noch an den jüngsten Tag glauben, und die nicht für verboten erklären, was Allah und sein Gesandter Mohammed für verboten erklärt haben, und die sich nicht nach der rechten Religion (dem Islam) richten – von denen, die die Schrift erhalten haben (d. h. Juden und Christen) – kämpft mit der Waffe gegen diese, bis sie die Minderheitensteuer abgeben als Erniedrigte!“)
An vielen Stellen im Koran rechtfertigt Mohammed – bzw. nach muslimischer Vorstellung Allah – die Gewalt gegen Andersgläubige; sie sind des Todes (z.B. Sure 47, 4; 2, 191; 4, 89), sollen unterworfen werden (Sure 9, 29), dürfen vertrieben und enteignet werden (Sure 59).
Umfangreiche Kapitel der Werke, die die Sunna – das Norm setzende Handeln Mohammeds – enthalten, sind dem Jihad gegen Anders- und Nichtgläubige gewidmet. Mit diesen Tatsachen konfrontiert, weisen Muslime gerne auf Stellen im Alten Testament hin, an denen ebenfalls von Gewalt gegen Andersgläubige die Rede ist (z.B. 2.Mose 22, 17; 3.Mose 20). Es ist aber erstens Unsinn, die Pest mit der Cholera austreiben zu wollen, und zweitens haben sich die meisten Juden und Christen – im Unterschied zu vielen Muslimen – von diesen Wahnideen längst distanziert.

5. Christen- und Judenfeindlichkeit
Entgegen aller gegenteiligen Behauptungen bekämpft der Islam nicht nur Heiden und Apostaten, sondern ist im Kern auch radikal juden- und christenfeindlich. Er verbietet (siehe Vers 51 der Sure Al-Maida den Muslimen sogar die Freundschaft mit Juden und Christen. Wenn die Migranten sich selbst ernst nehmen wollen, müssen sie sich öffentlich von diesen Versen distanzieren.

6. Frauen im Islam
Mohammed sah die Sicherung der gesellschaftlichen Ordnung darin, die Frau zur Bediensteten, zur Beute des Mannes zu machen. Die Unterdrückung, die Erniedrigung der Frau wurde im Islam gesetzlich verbrieft. Frauen gelten als…
• intellektuell und religiös (minder) erschaffen
• Quelle der Bosheit, der Zwietracht, Intrigant, undankbar und teuflisch
• bedauernswerte Wesen, da die meisten von ihnen ohnehin in der Hölle landen werden

7. Gewalt im Islam
Der Islam sät Gewalt. (siehe 9/ 73, 4/95) Den Kriegen, die Mohammed führte, gingen kleinere Unternehmungen voraus, etwa die Beraubung von mekkanischen Karawanen. Diese Überfälle und die Kriege danach dienten der wirtschaftlichen Bereicherung Mohammeds und seiner Mitkrieger. Viele nahmen teil, weil sie Anteil an der Beute bekamen. Ein Fünftel der Kriegsbeute ging stets an Allah.
Von daher hat die Gewalt von 11 September, die Bombe in Madrid, die Bombe in London und auch die Gewalt zwischen den Religionsgruppen in Irak, die Morde in der Türkei an Turan Dursun und an anderen Journalisten, Kritiker eine Tradition. Es hat eine Tradition, wenn Mütter den Tod ihrer Söhne für den Jihad in Kauf nehmen und ankündigen, weitere Söhne haben zu wollen, die ebenfalls zum angeblich gottgewollten Selbstmordanschlag bereit seien.
Diese religiöse Verherrlichung der Gewalt muss aufhören! Ihr stelle ich die Aufklärung, den Frieden, den zivilisierten Diskurs entgegen.

8. Entmenschlichung der Männer
Indem Mohammed die Männer über die Frauen stellte, wollte er die Männer hörig machen. Denn in seinem System ist auch der Mann ein armer Untertan Gottes, er muss sich blindlings beugen vor Gott und vor dessen Botschafter, d.h. vor Mohammed selbst. Indem Mohammed den Mann, den er außerhalb seines Hauses knechtete, in ein „Nichts“ verwandelte, in den eigenen Wänden zum „König“ machte, ermöglichte er dem Mann, die Situation der Frau bereitwillig zu akzeptieren.
Genau die Verse, die zur Unterdrückung der Frau dienen sollen, sind zugleich die Verse, welche die Männer degradieren, entmenschlichen. Sure Al-Nisa, Vers 34 ist ein frappierendes Beispiel dafür: „…Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat….Und wenn ihr fürchtet, dass irgendwelche Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!....“
Die Befürchtung der Männer allein soll sie dazu verleiten mit Gottes Segen, die Frau zu schlagen, die sie lieben, mit denen sie Kinder zeugen, alt werden. Darüber hinaus wird der Mann im Islam auf ein dumpfes Triebwesen reduziert, das schon beim bloßen Anblick offener Haare ejakulieren muss. Ein mündiger, erwachsener, reifer Mensch weiß seine sexuellen Triebe zu beherrschen. Auch die in den Islam zufällig hineingeborenen Männer sollten dazu in der Lage sein, wenn man es ihnen abverlangt.
Ich rufe die Männer auf: Sagt Nein zum Islam! Sagt Nein zu eurer eigenen Entmenschlichung.
Gewinnen würdet ihr echte Lebensgefährtin, gleichberechtigte Partnerinnen. Wer dem eine auf Gehorsam verpflichtete Sklavin vorzieht, hat nicht einmal die ersten Treppenstufen der kulturellen Zivilisation erreicht.

9. Frauen: Unterjochung selbst noch im herbeihalluzinierten Jenseits
Der versprochene Eintritt ins Paradies verlangt Frauen einen hohen Preis ab: Die Frau muss die Dienste für ihren Mann bestens verrichten, ihn zufrieden stellen, ihm gehorchen, seine Begierden stillen. Aber auch wenn sie all dies fehlerlos bewerkstelligt, kann sie das herbeihalluzinierte Paradies nur dann betreten, wenn ihr Mann dem zustimmt. Schließlich sind sie nur die „vorübergehenden Frauen auf Erden“ Die eigentlichen Frauen der Männer sind die Huris. Diese sind irdischen Frauen in jeder Hinsicht überlegen und kommen an erster Stelle.
Die Beschreibungen des Paradieses in den Suren „En-Nebe“, „El-Vakia“ und „e´d-Dehr“ zeigen das sehr deutlich. En-Nebe verheißt den Männern „gleichaltrige (Huris) mit schwellenden Brüsten“ „und einen Becher Wein…“ Sure El-Vakia verspricht “Gärten der Wonne“, „und großäugige Huris haben sie zur Verfügung“, „in ihrer Schönheit den wohlverwahrten Perlen gleich..“.
All dies zeigt, dass es für gläubige muslimische Frauen selbst im erträumten Paradies kaum Ruhe und Glück geben wird, sie werden ihre Ehemänner vielmehr liebend in den Armen der Huris vorfinden.

10. Das muslimische Bild des Menschen: ein undankbares, zu absolutem Gehorsam verpflichtetes Geschöpf
Immer wieder stellt Mohammed fest, dass der Mensch von Grund auf ein undankbares Geschöpf ist. Meistgebrauchte Aussagen im Koran sind: Heuchler, Wildesel, Der verfluchte Mensch! Wie undankbar, ungläubig ist er doch. Unzählige Male wird der Mensch gefragt „Was wollt ihr alles leugnen von den Wohltaten eures Herrn!“
Die Menschen sind in Mohammeds Augen undankbare, zu absolutem Gehorsam verpflichtete Wesen, die im Namen einer sonderbaren göttlichen „Gerechtigkeit“ bestraft werden müssen. Diesem Bild stelle ich die Idee des aufrechten Gangs, des mündigen Bürgers, entgegen, das Bild eines Menschen, der Behauptungen mit wachem Verstand kritisch überprüft, statt sich in blindem Gehorsam archaischen Wahnideen zu unterwerfen.

Wenn ich nicht immer mitten im Blog-Schreiben vom Server geschmiessen worden wäre, hätte ich die obenstehenden Punkte zusammengefasst dargestellen können, so war dies aber , wie auch schon des Öfteren während des Erstellen eines Blogs , nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Freitag, 8. Juni 2007

Evangelischer Kirchentag in Köln

Heute morgen habe ich in der RNZ einen Artikel über den evangelischen Kirchentag in Köln gelesen, den ich im folgenden kurz zusammenfassen möchte.
Aber was hat der evangelische Kirchentag überhaupt mit Muslimen in Deutschland zu tun? Wie schon allein aus der Tatsache zu schließen ist, dass ich hier etwas dazu schreibe, eine ganze Menge.
Seit November letzten Jahres ist das Verhältnis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und den Muslimen in Deutschland aufgrund der Schrift "Klarheit und gute Nachbarschaft" sehr gespannt. Gestern kam es im Verlauf des zweiten Tages des evangelischen Kirchentags zu einer hitzigen Diskussion über das Thema "Religionsfreiheit", in der Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender von Zentralrat und Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland, der EKD vorwarf, durch eben diese Schrift einen "Generalverdacht" gegenüber angeblicher Gewaltbereitschaft von Muslimen zu proklamieren. Er sagte, die Schrift spreche die Sprache der Abgrenzung und verstärke Islamophobie in Deutschland. Deutschland tue sich schwer, nicht-christliche Religionsgemeinschaften als gleichwertig zu akzeptieren. Ich denke, dass er damit darauf anspielt, dass die Muslime in Deutschland beispielsweise im Verlauf der Islamkonferenz gefordert haben, als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden und dies bisher noch nicht erreich haben. Köhler sagte weiterhin: "Der Umgang mit den Muslimen in Deutschland ist Prüfstein für die Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Freiheit der Glaubensausübung in unserer Republik. Wir erwarten nur Normalität. Wir wollen nicht mehr und auch nicht weniger als das, was die Verfassung an Religionsfreiheit anbietet."
Der EKD-Ratsvorsitzende Huber betonte, dass es keine Alternative zur Religionsfreiheit gibt, die überall gewährleistet sein muss. "Das gilt für Muslime in Deutschland genauso wie für Christen in der Türkei." Damit erinnerte er an die Ermordung von drei Mitarbeitern eines Bibel-Verlages in der Türkei im April.
Er forderte, dass die Muslime das Recht akzeptieren müssen, die Religion zu wechseln oder gar keine zu haben. Es gebe auch in Deutschland noch zum Christentum konvertierte Muslime, die sich nicht trauen, dies zu bekennen.
Im Verlauf der Podiumsdiskussion wurde Huber vorgeworfen, er habe bisher keine öffentliche Äußerungen zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Muslimen gemacht. Es sei allerdings ein gewaltiger Fortschritt, dass er eine Einladung muslimischer Vertreter zu einem Gespräch in Mannheim angenommen habe.
Huber stellte daraufhin klar, dass der eigentliche Fortschritt die Einladung in die Moschee sei und dass weder er noch der Rat der EKD zuvor jemals eine solche Einladung abgelehnt hätten.
Die evangelische Kirche will weiterhin am Dialog mit den Muslimen festhalten, den es schon siet 25 Jahren gibt.
Weiterhin habe ich noch einen Kommentar zu diesem Thema gefunden, ebenfalls in der RNZ.
Darin wird kritisiert, dass es die Religionsfreiheit, die Köhler fordert, in Deutschland ja gibt und dass die Muslime in Deutschland diese uneingeschränkt nutzen können. Der Autor vermutet, dass diese Forderung hauptsächlich dazu dient, Anerkennung innerhalb der eigenen Organisation zu bekommen.
Weiterhin heißt es: "Der EKD aber Missionierung und Islamophobie vorzuwerfen, weil sie mit Überzeugung ihre eigene Glaubenspositon vertritt, ist lächerlich. Nichts anderes tut Köhler ja auch."
Wie unschwer zu erkennen ist, ist der Autor sehr kritisch gegenüber Köhler eingestellt.
Damit möchte ich mich verabschieden und allen schöne Restferien wünschen.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Zentralrat der Muslime in Deutschland

Heute habe ich mich ein wenig mit dem "Zentralrat der Muslime in Deutschland" beschäftigt und folgendes herausgefunden:
Der "Zentralrat der Muslime in Deutschland" (ZMD) wurde 1994 gegründet, der Sitz des Vereines befindet sich in Köln, Vorsitzender ist seit 2006 Ayyub Axel Köhler, der gegenwärtig auch der Vorsitzende des "Koordinierungsrates für Muslime" ist, in welchem der ZMD vertreten ist. Der ZMD hat zur Zeit etwa 15.000 bis 20.000 Mitglieder, größtenteils arabische Muslime, aber auch viele Muslime anderer ethnischer Herkunft.
Der ZMD ging 1994 aus dem "Islamischen Arbeitskreis Deutschlands" hervor. Er finanziert sich hauptsächlich über Mitgliederbeiträge und Spenden.
In seiner Satzung heißt es: "Der ZMD ist ein Handlungsorgan der dem Verein angehörenden Organisationen. Er befaßt sich mit alle Muslime betreffenden islamischen Angelegenheiten. Er bildet eine gemeinsame und ständige Informations- und Gesprächsebene für die öffentlichen Interessen der Muslime."
Weiterhin heißt es in der Selbstdarstellung auf der Homepage: "Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) ist ein Spitzenverband der islamischen Dachorganisationen in Deutschland. Er versteht sich als Diskussions- und Handlungsebene seiner Mitglieder und nimmt die Aufgabe eines Dialog- und Ansprechpartners für den deutschen Staat, die Verwaltung und die anderen Gruppen der Gesellschaft wahr. Der Zentralrat will die Moscheegemeinden, islamischen Vereine, Verbände und Dachorganisationen weder ersetzen noch mit ihnen konkurrieren, er will vielmehr ihre gemeinsamen Interessen als Gesellschaftsgruppe vor den Behörden vertreten und die Rechte, die ihnen als Religionsgemeinschaft zustehen, in ihrem Namen verlangen."
Wie man unschwer erkennen kann, sieht auch der ZMD, wie viele andere Organisationen, sich als Ansprechpartner für die Politik.
Damit hätte ich dann alle Mitglieder des Koordinierungsrates der Muslime vorgestellt:
Zentralrat der Muslime, Türkisch-Islamische Union, Islamrat, Verband der islamischen Kulturzentren

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_Muslime_in_Deutschland
http://www.zentralrat.de

Freitag, 25. Mai 2007

Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion

Heute habe ich mich mit der "Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion" ("Diyanet İşleri Türk İslam Birliği" --> Abkürzung: DITIB) beschäftigt. Folgendes habe ich dabei herausgefunden:
Die DITIB wurde am 5. Juli 1984 in Köln als Dachorganisation für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der türkisch-islamischen Vereine gegründet. Im Gründungsjahr waren 230 Vereine in der DITIB vertreten, 2005 870. Dabei sind die einzelnen Mitgliedervereine nach wie vor wirtschaftlich selbständige Vereine. Allerdings geraten manche dieser Vereine zunehmend in Abhängigkeit von der DITIB-Zentrale, da sie ihr ihre Immobilien überschreiben.
Die DITIB ist heute die mitgliederstärkste Migrantenorganisation Deutschlands und ist im "Koordinierungsrat der Muslime" vertreten. Vorstand ist seit April 2007 Dr.Sadi Arslan.
Einer der Grundsätze der Organisation ist laut deren Homepage die "Ausschließliche Verfolgung von gemeinnützigen religiösen, wohltätigen, kulturellen und sportlichen Zwecken".
Wichtig sind außerdem die Förderung des interreligiösen Dialogs und der Integration.
So war die DITIB Mitinitiator der Aktion "Gemeinsam für Frieden und gegen Terror", als am 24.November 2004 in einer Demonstration in Köln über 20.000 Muslime gegen Gewalteinsatz im Namen des Islam demonstrierten. Dabei haben u.a. auch die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth und der Innenminister von NRW Fritz Behrens teilgenommen.
Auf folgender Homepage habe ich außerdem herausgefunden, dass es drei "Niederlassungen" der DITIB in unserer Nähe gibt( Schwetzingen, Waghäusel, Hockenheim):
http://www.diyanet.tv/derneklerinfo/gemeinde.php?nr1=68789&nr2=
Außerdem möchte ich in Bezug auf meinen letzten Post zur Yavuz-Sultan-Selim-Moschee anmerken, dass der Trägerverein dieser Moschee (Islamischer Bund Mannheim e.V.) in der DITIB Mitglied ist.
Schöne Ferien!
http://de.wikipedia.org/wiki/Diyanet_%C4%B0%C5%9Fleri_T%C3%BCrk_%C4%B0slam_Birli%C4%9Fi
http://www.diyanet.org/de/startseite/

Montag, 21. Mai 2007

Fatih-Moschee Mannheim

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Heute habe ich mich ein wenig mit der Fatih-Moschee in Mannheim beschäftigt.Die Homepage ist über den im Titel eingegliderten Link : http://www.fatih-moschee.com zu erreichen.
Im Gegensatz zur Yavus-Sultan-Selim-Moschee ist diese kleiner und wurde gerade im Jahr 2005 renoviert. Aufgrund der Renovierung ist die Moschee auf Spenden angewiesen.Außerdem ist die
Moschee in eine muslimische Gemeinde eingegliedert,die 1977 von türkischen Migranten gegründet wurde.

Die Namensgebung ist auf Fatih Sultan Mehmet,der Konstantinopel erobert hat, zurückzuführen. "Fatih" bedeutet "Weitung" bzw. "Öffnung" (->kein sexueller Hintergrund)
1988 wurde das Gebäude in der Böckstraße 5 im Stadtteil Jungbusch angemietet und als Moschee genutzt. Zur Zeit hat die Gemeinde 450 eingetragene Mitglieder+ deren Angehörigen.
Für Jugendliche bietet die Moschee ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten an wie z.b.
Fussball,Hausaufgabenbetreuung und Diskussionsabende.

Jetzt noch ein paar Links:

http://www.jungbusch-mannheim.de/Mambo/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=39

http://www.fatih-moschee.com/index2.html


mfg

Yavuz-Sultan-Selim-Moschee

Heute habe ich mich ein wenig mit der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim beschäftigt.
Die Homepage der Moschee ist leider gerade in Überarbeitung, sodass ich nur auf "externe" Infos Zugriff hatte. Sobald die Homepage wieder online ist (was laut Webmaster etwa Mitte Juni sein wird), werde ich nochmals darauf zurückkommen. Nun aber zu den Infos, die ich finden konnte:
Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee wurde von 1993 bis 1995 erbaut und am 4. März 1995 eingeweiht. Sie verfügt über ca. 2500 Gebetsplätze und 50 Tiefgaragenparkplätze. Der Bau kostete etwa 10 Mio. DM, was hauptsächlich durch Spenden der Mannheimer Muslime finanziert wurde.
Die Moschee verfügt über ein 36 m hohes Minarett, im EG über 6 Geschäftsräume, einen Vorstandsraum, einen Jugendsaal, einen Frauensaal, eine Bildgalerie und einen ritualen Waschraum mit Springbrunnen, im OG über vier Unterrichtsräume und vier Wohnungen(zu je 80 m²).
Träger dieser Moschee ist der Islamische Bund Mannheim e.V., der im Dachverband DITIB vertreten ist.
Das besondere an dieser Moschee ist, dass sie in einer nicht-muslimischen Gemeinde steht. Dies soll ein Zeichen für die Integration sein, da die Moschee nicht etwa in einer muslimischen Gemeinde steht. "Dies bedeutet den Auszug aus den Hinterhofmoscheen und soll der Isolation und Abgrenzung entgegenwirken", wie es auf der Wikipedia-Seite so schön heißt.
Der Name der Moschee bezieht sich auf Sultan Selim I. (genannt "Yavuz"="der Gestrenge"), der die schiitische Glaubensrichtung in seinem Machtbereich bekämpfte. Daher ist anzunehmen, dass es sich nicht gerade um eine schiitische Glaubensgemeinschaft handelt.
Im Folgenden habe ich noch einige Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Yavuz-Sultan-Selim-Moschee
http://www.mannheim.de/io2/browse/Webseiten/Tourismus/Sehenswertes%20in%20Mannheim/07%20Moschee

http://www.ditib-ma.de/

http://maps.google.com/maps?ll=49.494083,8.4613&spn=0.01,0.01&q=49.494083,8.4613

http://commons.wikimedia.org/wiki/Yavuz-Sultan-Selim-Moschee_Mannheim?uselang=de

Freitag, 18. Mai 2007

Muslime in Deutschland, Part II

Wie versprochen, folgt hier die genauere Betrachtung der Homepage "Muslime in Deutschland".
Wie ich schon letztes mal bemerkt habe, gibt es auf dieser Homepage im Grunde genommen keine Informationen über Muslime in Deutschland, sondern sehr viel Material über den Islam selbst.
Die Überschrift "Muslime in Deutschland" lässt sich also höchstens durch die verwendete deutsche Sprache begründen.
Nichtsdestotrotz habe ich ein wenig auf dieser Seite gestöbert und möchte euch jetzt einen Artikel über das Thema "Der Islam im Gespräch mit dem Christentum" zusammenfassen.
Laut dem Text gab es bereits zu Mohammeds Zeiten ( vor 622) schon Kontakte zwischen Islam und Christentum, da es im Koran heißt (Sure 29):
"Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei denn auf die beste Art und Weise. Ausgenommen davon sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: ‘Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und ihm sind wir ergeben.’"
Die Muslime sollen also Juden und Christen ("Volk der Schrift") achten. Weiterhin wird im Koran gesagt, dass Andersgläubige nicht missioniert werden sollen, sondern dass man ihnen anbieten soll, sich dem Islam anzuschließen, was sie aber auch ablehnen können.
Im weiteren Text werden noch mehrere Textstellen aus dem Koran zitiert, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
Der Dialog in der Neuzeit/Moderne begann christlicherseits nach dem 2. Weltkrieg, als die katholische und die evangelische Kirche die Muslime öffentlich anerkannten und zu verstärktem Dialog aufriefen.
Dies wurde von den Muslimen anfangs nur skeptisch aufgenommen, da sie fürchteten, dass das Christentum eine neue Art von Missionierung startete. Allerdings nahmen diese Zweifel mit der Zeit ab, sodass es heute einen regen Dialog zwischen Christentum und Islam gibt, sowohl auf Bundesebene, als auch auf globaler/internationaler Ebene.
Der Text geht dann noch näher auf die Entwicklungen in Deutschland ein, aber über die aktuellen Entwicklungen sind wir ja bisher relativ gut informiert.
Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass diese Homepage von einem sehr gläubigen Muslim erstellt wurde, der viel Material über den Islam gesammelt hat und denselbigen im besten Licht darstellt. Aber wo viel Licht ist, ist bekanntlich ja auch viel Schatten...

Dienstag, 15. Mai 2007

Muslimische Schulen in Deutschland

Heute habe ich mich mal mit dem Thema: Muslimische (arabische) Schulen in Deutschland
beschäftigt. Dabei ist es mir sehr schwer gefallen vernünftige Informationen zu beschaffen.
Nach längerem googlen hab ich dann ein paar Schulen (vereinzelt im Bundesgebiet verteilt)
Gefunden. Von diesen hatte lediglich Eine eine kleine Homepage.(Link siehe oben)

Die Schule ist staatlich anerkannt und fasst zur Zeit 105 Schüler (zwischen 5-15 Jahren). Es werden lediglich arabische Unterrichtsbücher verwendet und ,wie ich vermute, auch die arabische Sprache gesprochen ,wenigstens geschrieben.

Die Unterrichtszeiten wurden scheinbar so gewählt, dass die Schüler auch eine „normale“
Schule besuchen können:

Fr 15.00 -17.00 Uhr

Sa / So  
10.30 - 12.30 Uhr und 12.45 - 15.15 Uhr

Die Intention der Schule ist nach eigenen Angaben, die jungen Menschen in ihrem Glauben
zu festigen ,damit sie ihre religiöse Identität finden und nicht wie viele muslimische Jugendliche zwischen dem Glauben ihrer Eltern und den Werten der westliche Gesellschaft
schwanken.

Die Gründe sind eigentlich recht logisch und lobenswert, aber wo ist hier die Integration, nach der Alle verlangen??

Mit freundlichen Grüßen Steffen Lang


Muslime in Deutschland

Auf meiner Suche nach Infos im Internet bin ich auf folgende interessante Seite gestoßen:
http://home.arcor.de/muslimeindeutschland/

Die Seite ist sehr umfangreich und enthält neben einem kompletten virtuellen Koran zahlreiche Informationen rund um den Islam, z.B. auch Antworten auf Fragen, wie "Welche Rolle spielen Gottesdienste im Islam ?".
Ich habe beim Überfliegen der Texte so den Eindruck bekommen, dass die Seite von einem sehr gläubigen Muslim gemacht wurde. In der Linkliste konnte ich einen Link zu "Milli Görüs" entdecken, jedoch keinen zu einer anderen muslimischen Vereinigung. Außerdem konnte ich auf der Seite bisher noch keine detailierten Informationen zu Muslimen in Deutschland finden, lediglich zum Islam im Allgemeinen (davon aber reichlich).
Wenn ich in nächster Zeit dazu komme, werde ich mir die Seite mal genauer ansehen und euch einige Dinge dieser Homepage zusammenfassen.

Samstag, 12. Mai 2007

EU-Beitritt der Türkei! NEIN DANKE???

Gerade eben hab ich ein "interressantes Plakat" gesehen:Free Image Hosting at www.ImageShack.us

Und neugierig wie ich bin ,besuchte ich mal die angegebene Internetseite: 

Die Seite wurde vom Friedenskomitee 2000  initiert; Das Friedenskomitee ist auch Herausgeber
des Pressespiegels.

Beim Durchklicken der einzelnen Bereiche hat sich mein Verdacht auf einer rechtextremistischen Seite gekommen zu sein immer mehr erhärtet. Da wird hier mal von
der "unrechtmässigen Herrschaft der Parteien" gesprochen und dort soll sich bei der" Familienförderung auf deutsche Staatsbürger konzentriert werden" usw. 

Bei solchen Aussagen wundert es einen nicht,dass der geplante Beitritt der Türkei zur EU
als Schritt  des Negativen gesehen wird.....
Da sagt der Spruch : "Türkei den Türken,Europa den Europäern" schon alles.

Da man eigentlich in Deutschland solche Aussage bzw. Ansichten nicht unbehelligt
verbreiten darf googelte ich nach dem Namen des Verantwortlichen ,einem gewissen
Dr. Alfred Mechtersheimer.

Eben dieser wird schon seit längere Zeit vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet und taucht des Öfteren im Verfassungsschutzbricht Bayerns erwähnt.

Da ich für das Zusammenwachsen von Kulturen bin ,vertrete ich absolut nicht die Meinung dieser Seite und distanziere mich von allen Aussagen auf der besagten Seite.

Ich habe dieses Posting deswegen geschrieben, weil es ja um die Türkei geht und 75%
der deutschen Muslime Türken sind. Desweiteren kann man davon ausgehen ,dass sich diese
Seite auch gegen den ges. Islam als Kulturkreis richtet....












Islamistische TV-Sender in Deutschland

Heute hab ich mich mal wieder im Internet umgesehen und zwei Beiträge zu islamistischen TV-Sendern in Deutschland gefunden:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6725032_REF1,00.html
http://www.welt.de/print-welt/article705645/Gehirnwaesche_durch_Hass-Fernsehen.html
Folgende Informationen konnte ich aus den Texten gewinnen:
Islamistische Fernsehsender sind in Deutschland sowie in der ganzen EU verboten, können jedoch trotzdem empfangen werden, und zwar über Satelliten nicht-europäischer Länder. So verbreitet der Fernsehsender "Al-Manar"("Der Leuchtturm") der Hisbollah sein Programm über ägyptische und arabische Satelliten in die ganze Welt.
Die EU konnte zwar die Ausstrahlung über europäische Satelliten untersagen, aber jeder, der im Besitz einer Satellitenschüssel ist und sie entsprechend ausrichtet, kann die islamistischen Sender empfangen. Was zeigen solche islamistischen Sender überhaupt?
Nun, bei "Al-Manar" gibt es z.B. die Sendung "Irhabiyoun"("Terroristen"), in der es aber nicht um islamisitsche Selbstmordattentate geht, sondern um "die Verbrechen des zionistischen Feindes an den Arabern und Muslimen". In der Sendung "Dami wa-l Bunduqiya" ("Mein Blut und das Gewehr") wird Filmmaterial von Anschlägen der Hisbollah gezeigt und es werden stolze Anhänger der "Märtyer" interviewt, um dem Zuschauer zu helfen, "die Welt durch die Augen der Märtyrer zu sehen". Ein weiteres Beispiel ist eine Folge des Ramadan-Specials "Al-Shatat", in der ein Rabbi seinem Sohn befiehlt, seinen Freund zu entführen, ihn zu töten und mit dem Blut traditionelle jüdische Speisen zuzubereiten.
Die palästinensische Terrororganisation Hamas eifert der Hisbollah nach:
Auch sie hat einen Fernsehsender "Al-Aqsa", über den sie ihr islamistisches Weltbild verbreitet. Ein Cartoon, der bei diesem Sender gezeigt wird, handelt beispielsweise von einem Kind, das mit einem Lächeln auf den Lippen auf einer Rakete Richtung Israel fliegt.
Wie leicht zu erkennen ist, verbreiten die islamistischen Sender ein sehr stark antisemitisches Weltbild und machen den Zuschauern weis, dass sich die westliche Welt gegen die Muslime gewandt hat und dass es legitim und überaus ehrbar ist, sich als Selbstmordattentäter dem Dschihad zur Verfügung zu stellen.
Die Bundesregierung hat auf die Anfrage der FDP, welche politischen Lösungsmöglichkeiten sie für dieses Problem sehe, entgegnet, sie stehe mit arabischen Partnern in Kontakt und wolle im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes auf eine Lösung hinwirken.
Bisher gab es jedoch noch keine konkreten Aktionen.
Wie viele Muslime in Deutschland solche TV-Sender empfangen und auch regelmäßig ansehen, ist nicht bekannt, aber ich gehe davon aus (und hoffe!), dass es nicht allzu viele sind.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Islamkonferenz, die Dritte

Im aktuellen Spiegel (Ausgabe 19/07) habe ich noch einen Artikel zur zweiten Sitzung der Islamkonferenz gefunden, den ich im Folgenden kurz zusammenfassen möchte:
Den konservativen Kräften ist es durch die Gründung des Koordinierungsrats der Muslime (KRM) gelungen, zum Ansprechpartner für die deutschen Politiker in Sachen Islam zu werden. Aber sie wollen nicht nur Ansprechpartner sein, sondern auch Macht bekommen. So sagte Bekir Alboga, der Dialogbeauftragte des türkischen Verbandes Ditib, es könne bei der Konfernz nur schnelle Erfolge geben, wenn der Dachverband schleunigst als Religionsgemeinschaft anerkannt werden würde. Unter Experten gibt es keine Zweifel, dass längerfristig die Annerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts angestrebt wird. Dabei gilt es aber u.a. noch folgende Hürden zu meistern:
1.) Die Religionsgemeinschaft muss verbindliche Aussagen über den Glauben machen können.
Der Islam kennt aber keine Instanz, die dies tun könnte.
2.) Die Organisation muss dauerhaft bestehen.
Der KRM ist eine noch sehr junge Institution, bei der fraglich ist, wie lange sie noch
existiert.
Der KRM spielt sich außerdem zunehmend als Alleinvertreter der Muslime in Deutschland auf. So wurde dem Vertreter der alevitischen Glaubensrichtung noch im Fahrstuhl gesagt, er vertrete nicht wirklich den Islam und gehöre daher nicht mit aufs Podium.
Außerdem hat der KRM die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Ergebnisse teilweise nicht akzeptiert, beispielsweise hieß es, man wolle sich zwar zum Grundgesetz bekennen, aber nicht zu deutschen Werten, das sei zu unkonkret.
In der Arbeitsgruppe "Medien und Wirtschaft" wurde eine Studie präsentiert, die behauptet, dass ARD und ZDF verzerrend über den Islam berichten und teilweise eine "Islam-Angst" schüren. Allerdings ist die Studie sehr umstritten, allein schon deswegen, weil Beiträge mitgezählt wurden, in denen über Gewalt im Nahen Osten berichtet wurde. Im Anschluss wurde sogar diskutiert, Journalisten deutscher Medien straffe Vorgaben zu geben, was meiner Meinung nach eindeutig gegen die Pressefreiheit verstoßen würde.
Die Berliner Anwältin Ates beklagte, dass vielen Muslimen die Fähigkeit zur Selbstkritik fehlt:
"Es wird behauptet, die Migranten sind die Opfer und die Mehrheitsgesellschaft die Täter. Bei aller berechtigten Kritik wird die eigene Verantwortung für Missstände geleugnet."
Meiner Meinung nach kann es nicht sein, dass sich Deutschland den Migranten anpassen muss, es muss vielmehr umgekehrt sein: Die Migranten müssen sich an das deutsche Leben anpassen, wobei die Deutschen natürlich Entgegenkommen zeigen müssen.
Der Spiegel-Artikel wendet sich ziemlich gegen die Muslime und es entsteht das Bild, dass der Großteil der in der Islamkonferenz vertretenen Muslime den Integrationsprozess hindert, keine Zugeständnisse machen will, aber immer mehr Rechte haben will. Ob das der Wahrheit entspricht, sei mal dahingestellt...
Ich denke, das war's dann vorerst zur Islamkonferenz. Sollte es noch irgendwelche wichtigen Informationen zu diesem Thema geben, werde ich euch umgehend informieren.

Dienstag, 8. Mai 2007

Integrationspolitik-Prädikat "unbefriedigend"

Während meiner Recherchen bin ich immer wieder auf die Internetseite www.islam.de gestoßen.
Und auch den ein oder anderen guten Beitrag gefunden . Einen möchte ich
heute zusammenfassen und kommentieren.

In dem Beitrag geht es um die Integrationspolitik Deutschlands.
Die ICG (International Crisis Group) sieht den Hauptgrund für die
schlechte Integration von Muslimen( ¾ aller Muslimen sind Türken) in der Tatsache
,dass türkische Mitmenschen ungleiche Bildungschancen hätten
und vom politischen Leben weitestgehend ausgeschlossen sind .

"Fehlende Bildungsmöglichkeiten und politische Ausgrenzung sind die
größten Hindernisse für eine erfolgreiche Integration"
sagt Laurence(Fachberater der ICG).

Dieser Behauptung folgten konkrete Verbesserungsvorschläge die sich ganz plausibel anhören:
- die Teilnahme an der Politik soll gefördert werden( wie? Das weiß ich nicht.)
- Sprachkurse im Vorschulalter soll gefördert werden( Woher das Geld nehmen?)
- die Einbürgerungskriterien sollen überdenkt werden

Hört sich ja alles ganz gut an was da die ICG vorschlägt
jedoch gibt es offene Fragen(s.o.) und zweitens behaupte ich
,dass die Landesregierungen keinerlei Veränderungen vornehmen
werden, da die ICG lediglich Vorschläge unterbreiten kann.

Die Problematik der „ Sprachbarriere“ sehe ich auch und besonders dann
,wenn ich mal bei uns (als in Rot) auf dem Schulhof der dortigen Schule
mit ein paar ausländischen Freuden
rede. Ich erwische mich selbst dabei , wie ich bewusst versuche einfache Satzkonstruktionen
und Worte zu verwenden, weil ich häufig nicht verstanden werde.

Und das Schlimmste ist ,dass selbst junge Menschen die ein deutsches Elternhaus haben
in ein schlechteres Deutsch abrutschen ,anstatt ,dass den Ausländer geholfen wird
ihre Deutschkenntnisse verbessern.

Deshalb finde ich es SEHR sinnvoll ,wenn tatsächlich das Lernen der deutschen Sprache
von der Regierung unterstützt werden würde.

Mit freundlichen Grüßen

S.L.

Islamkonferenz, die Zweite

Wie versprochen, hier etwas zum zweiten Treffen der Islamkonferenz:
Kernthema war die Vertretung der deutschen Muslime: Wer vertritt die in Deutschland lebenden Muslime wirklich? Außerdem ging es um Islamunterricht an deutschen Schulen, das Kopftuch und um den Umgang mit islamistischen Gewalttaten. Ferner ist ein Ausschuss beauftragt worden, Daten über Anzahl, Herkunft und Religiösität der in Deutschland lebenden Muslime zusammenzutragen.
Konkrete Ergebnisse wurden (bisher) keine veröffentlicht.
Es gab mal wieder geteiltes Echo:
Zum einen betonte Schäuble, "dass der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist" und es wurde gesagt, dass es ohne die Islamkonferenz keinen Koordinierungsrat geben würde.
Andererseits wurde der dann auch wieder dafür kritisiert, dass er nur 15% der Muslime in Deutschland und außerdem einen sehr konserverativen Islam vertritt. Der Sprecher des KRM jedoch betonte, dass der KRM 85% aller Moscheegemeinden vertritt, er bestritt jedoch nicht die niedrige Prozentzahl der vertretenen Muslime.
Die Muslime forderten als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden, was vor allem steuerliche Vorteile mit sich brächte. Dazu meinte Schäuble:
"Unser Religionsverfassungsrecht ist durch die jahrhunderte lange Erfahrung mit christlichen Kirchen geprägt. Nun wollen Muslime von den Freiheiten dieses Systems Gebrauch machen. Die muslimische Konferenz ist ein interessanter Verband, sie ist aber keine Religionsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes"
Damit erteilte er dem Bestreben der Muslime zunächst einmal eine Abweisung. Es gebe außerdem noch Klärungs- und Diskussionsbedarf zu bestimmten Themen.
Der Vorsitzende des KRM, Ayyub Axel Köhler, forderte:
"Wir müssen konkrete Ziele ins Auge fassen. Es kann nicht so weiter gehen, dass wir ziellos diskutieren. Wir brauchen eine 'Road Map'".
Außerdem wurde von Eltern muslimischer Kinder gefordert, "dass sie ihre Kinder auf Klassenreisen mitschicken, dass sie selbstverständlich am Schul- und Schwimmunterricht teilnehmen."
Fazit: Es wird eifrig diskutiert, herausgekommen ist jedoch noch nicht sonderlich viel. Mal sehn, wie sich die Sache entwickelt.

Links:
http://www.focus.de/politik/deutschland/islamkonferenz_aid_55127.html
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Zweite-Sitzung-Islamkonferenz-Schwarzer-Sheriff-Integrator/588279.html
http://www.mopo.de/2007/20070503/deutschland-welt/politik/keine_raschen_ergebnisse_von_islamkonferenz_erwartet.html

Donnerstag, 3. Mai 2007

Deutsche Islamkonferenz

Heute habe ich im Netz etwas über die "Deutsche Islamkonferenz" gefunden, die von unserem Innenminister Wolfgang Schäuble initiiert wurde und für die Gründung des "Koordinierungsrates für Muslime" verantwortlich ist.
Die Deutsche Islamkonferenz tagte erstmalig am 27.09.2006 in Berlin. Mitglieder sind 15 Muslime und 15 Vertreter der Bundes- und Länderregierungen und kommunaler Spitzenverbände.
Vorsitzender der Konferenz ist Wolfgang Schäuble. Alle Mitglieder treffen sich halbjährig zum "Plenum der dreißig", wo dann die Arbeitsresultate der insgesamt vier Ausschüsse besprochen werden, welche alle zwei Monate tagen:
- "Deutsche Gesellschaftsordnung und Wertekonsens"
Gleichberechtigung von Mann und Frau, Familie, Erziehung, polit. Willensbildung,
Demokratie
- "Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis"
Trennung von Staat und Religion, Moscheeenbau, Islamunterricht an Schulen
- "Wirtschaft und Medien als Brücke"
Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt, Abbau von Vorurteilen gegenüber
deutschen/türkischen Medien
- "Sicherheit und Islamismus"
Prävention und Aufdeckung islamistischer Delikte, Verhindern der Radikalisierung
muslimischer Jugendlicher
Vor der zweiten Sitzung der Deutschen Islamkonferenz gab es verschiedene Ansichten:
Schäuble kritisierte , dass der gegründete Koordinierungsrat nur einen kleinen Teil der Muslime vertritt, CSU-Generalsekretär Markus Söder forderte ein lückenloses Bekenntnis zu deutschen Werten, da von Unionspolitikern kritisiert wird, die konservativen Religionsvertreter arbeiteten eher gegen die Integration:
"Ich bin dagegen, dass wir einen falsch verstandenen Dialog in Deutschland führen. Wer auf Dauer hier leben will, der muss sich zu unseren Werten bekennen. Wer sich nicht dazu bekennt, der hat hier keine Zukunft"
Forderungen nach getrenntem Unterricht für Jungen und Mädchen weist die von der Bundesregierung Beauftragte für Integration, Maria Böhmer(CDU) mit folgenden Worten zurück:
"Wir werden nicht zulassen, dass eine kleine Minderheit von Rückwärtsgewandten hier die Regeln ihrer Großväter zu installieren versucht. [...] Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist eines dieser nicht verhandelbaren Grundrechte."
Der neu gegründete Zentralrat der Ex-Muslime kritisierte die Islamkonferenz als integrationsfeindlich und forderte ihre Auflösung.
Trotz all dieser Kritik wird die Islamkonferenz auch gelobt, da sie einen Dialog zwischen Muslimen und den Regierungen ermöglicht. Die zweite Sitzung des "Plenums der dreißig" war gestern, am Mittwoch, den 2.5.2007. Sobald die Ergebnisse dieser Sitzung veröffentlicht werden, werde ich euch informieren.
Homepages:
Bundesinnenministerium
Wikipedia
Tagesschau

Mittwoch, 2. Mai 2007

Muslimische Frauen in Deutschland

Auf meiner Suche im Internet habe ich eine Seite zum Thema "Muslimische Frauen in Deutschland" gefunden.
Ein weit verbreitetes Bild ist das des frauenunterdrückenden Islam, der die Frauen dazu zwingt, Kopftücher zu tragen, ihnen kaum Rechte zugesteht usw. und sich dabei auf mehrere Suren im Koran beruft, z.B. Sure 4 Vers 34: "Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frau) ausgegeben haben. Die rechtschaffenen Frauen sind (ihren Männern) demütig ergeben und bewahren das, was geheim gehalten werden soll. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie."
Gleichzeitig gibt es aber auch Suren, in denen die Rechte der Frauen verankert sind. Die Stellung der Frau im Islam im allgemeinen wird von Gelehrten sehr unterschiedlich interpretiert, bisweilen widersprechen sich die Interpretationen und die daraus folgenden Empfehlungen.
Die islamischen Frauen in Deutschland sind kaum in islamischen Vereinen vertreten, es gibt jedoch "außermoscheeische" Frauennetzwerke, wie z.B. die HUDA, die auch eine eigene Zeitschrift produziert.
Laut dem Text setzten sich vor allem junge muslimische Frauen freiwillig mit dem Koran und ihrem Glauben auseinander und tragen freiwillig ein Kopftuch.
Sie sind nicht nur religiös, sondern auch karierreorientiert. ("Sie sagen ja zur beruflichen Karriere, aber ohne ihre Religion verleugnen zu müssen")
Allerdings haben sie es durch das Tragen des Kopftuches in Beruf und Gesellschaft oft schwer, da ihnen deshalb mit Vorurteilen begegnet wird und das verbreitete Meinungsbild herrscht, dass sie gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen und da dies als Symbol für Frauenunterdrückung gesehen wird.
Es gibt aber auch eine andere Gruppe von muslimischen Frauen:
Solche, die sehr traditionsbewusst und religiös sind, die streng auf Geschlechtertrennung in der Moschee bestehen und die es für eine Sünde halten, "einem fremden Mann die Hand zur Begrüßung zu geben". Im deutschen Alltag ist eine solche Geschlechtertrennung allerdings kaum möglich, weshalb sie in der Regel auch nicht praktiziert wird.
Beide vorgestellten Frauenbilder sind meiner Meinung nach mehr oder weniger Extreme, die Mehrheit der muslimischen Frauen in Deutschland befindet sich wohl irgendwo dazwischen, mal abgesehen von denjenigen, die sowieso nicht besonders gläubig sind (auch da wird es, wie bei uns Christen, eine ganze Reihe geben).

Samstag, 28. April 2007

Islamische Gemeinschaft Milli Görüş

Heute habe ich versucht, etwas über die "Islamische Gemeinschaft Milli Görüş" herauszufinden. Folgende Infos konnte ich im Internet finden:
Die "Islamische Gemeinschaft Milli Görüş" (IGMG) ist ein großer islamischer Verband in Deutschland mit Verbindungen zur Türkei.
Der Verein wurde 1971 unter dem Namen "Türkische Union Deutschland" gegründet und ist wichtigstes Mitglied im Islamrat.
Der Name "Milli Görüş" wurde ursprünglich mit "Nationale Sicht" übersetzt, heute lautet die offizielle Übersetzung "Monotheistische Ökumene".
Die IGMG wird vom Verfassungsschutz beobachtet. So heißt es im Verfassungsschutzbericht Hessen 2003, dass der Verein nach außen hin zwar Integrationswillen und Bekenntnisse zum Grundgesetz propagiert, im Innern aber islamistische Botschaften verbreitet. Die Mitglieder werden aufgefordert, die islamistische Zeitschrift "Milli Gazete" zu kaufen, die zwar formal unabhängig von der IGMG ist, jedoch deren Inhalte verbreitet. Über die Vertretung im Islamrat müsse die IGMG außerdem nicht selbst Stellung beziehen, sondern könne dies indirekt tun. Der IGMG wird vorgeworfen, eine Parallelgesellschaft bilden zu wollen.
Die IGMG hat in Deutschland ca. 26.500 Mitglieder und betreibt deutschlandweit 274 Moscheen.
Die IGMG wehrt sich heftig gegen die Vorwürfe, eine verfassungsfeindliche und islamistische Vereinigung zu sein. Wenn man dem Verfassungsschutzbericht jedoch glauben schenken darf, verbreitet die IGMG radikale Botschaften, wie z.B.:
"Ein Mann, der nicht das Bedürfnis hat, die Faust gegen den Nichtmuslim zu erheben und ihn aufs Auge zu treffen, kann weder im religiösen noch im terminologischen Sinne als Mann bezeichnet werden"(Milli Gazete, 22. Juli)

Mittwoch, 25. April 2007

Vorurteil:Bombenleger!! Muslime setzen sich für Frieden ein.

Eine merkwürdige Überschrift ,nicht?

Aber sie spiegelt genau das wieder was viele Menschen im ersten Moment
denken wenn sie den Begriff: "Muslime" hören.

Da kommen dann Bemerkungen wie:
" Dennen kann man nicht trauen ;
die sind doch alle kriminell
, der is doch auch so ein Bombenleger" usw......



Für einen normalen Mensch in einer aufgeklärten Gesellschaft, in welcher wir leben, sollten solche Vorurteile der Vergangenheit angehören und nicht noch heute in Wirtschaften die Runde machen.

Die radikalgestimmten Muslime sind ganz klar eine absolute Minderheit und vertreten nicht die Meinung oder die Überzeugung der Mehrheit.Doch leider werden häufig alle Muslime "über einen Kamm geschert" ,was zur Folge hat ,dass häufig Berührungsängste da sind ,wenn es darum geht auf einen muslimischen Mitbürger zuzugehen.

Die Internetseite www.muslime-gegen-terror.de hat schon vor länger Zeit Muslime aufgerufen sich gegen den Terror zu wenden und diesen auch öffentlich zu kritisieren.

Im November 2004 demonstrierten 250.000 Muslime gegen den Terror. Mit dem Slogan
"Gemeinsam für Frieden und gegen Terror"
zogen sie durch Köln und distanzierten sich klar vom Terror durch radikale Fundamentalisten.

Eine weitere Seite, von unzähligen gegen den Terror im Namen Allahs, ist
http://www.nindi.de/ (nindi=Nicht Im Namen Des Islams)


Wie ich schon sagte ,darf man nicht alle über einen Kamm scheren und solche Aussagen wie oben erwähnt sollte man tunlichst unterlassen ,weil sie nur unnötig Streit sähen.

Ps: Wer Rechtschreibfehler findet ,der darf sie behalten^^

mfg Steffen

Montag, 23. April 2007

Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland

Am Montag hab ich mich in der Reli-Freistunde ein wenig mit dem Islamrat beschäftigt und dabei folgendes herausgefunden:
Er wurde 1986 als bundesweite Koordinierungsinstanz für Muslime in Deutschland gegründet. Vorsitzender ist seit 2002 Ali Kızılkaya. Der Islamrat ist ein Verband von 27 kleineren muslimischen Verbände, der größte davon ist Milli Görus, eine muslimische Vereinigung, der islamistische Tendenzen nachgesagt werden, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die Mehrheit der Mitglieder des Islamrates sowie den Vorsitzenden stellt.
Der Islamrat versteht sich als Interessengemeinschaft der Muslime in Deutschland und sieht sich zuständig für die Bereiche Theologie, Glaubensunterweisung von Jugendlichen und Erwachsenen sowie das Durchführen von Gottesdiensten.
Der Islamrat bekennt sich uneingeschränkt zum Grundgesetz und zum deutschen Recht. Er strebt die Gleichstellung des Islam mit den christlichen Kirchen an und orientiert sich am Koran.
Er sieht es als seine Aufgabe, die Interessen der Muslime in Deutschland zu vertreten, die Öffentlichkeit über den Islam aufzuklären, sowie "unberechtigte Angriffe gegen den Islam abzuwehren".
Unter "Infothek" auf der Homepage findet sich außerdem ein Artikel, in dem sich der Islamrat für die Befreiung muslimischer Mädchen vom Schwimmunterricht einsetzt. Er beruft sich dabei auf zwei Suren, in den es heißt, "dass sie etwas von ihrem Übergewand [dschalabiyya] über sich ziehen sollen" und "dass sie ihren Schal [ khimar] über ihren Busen schlagen und ihre Reize nur ihren Ehegatten zeigen sollen". Meiner Meinung nach ist dies aber kein handfester Grund, muslimische Mädchen vom Schwimmunterricht befreien zu lassen.
Der Islamrat ist eines der vier Mitglieder des "Koordinierungsrats für Muslime".
Als ich mir die offizielle Adresse gegoogelt habe, bin ich auf etwas kurioses gestoßen: Im selben Gebäude wie der Islamrat befinden sich ein Kampfsportzentrum und eine Matratzenhandlung.

Mittwoch, 11. April 2007

"Koordinierungsrat für Muslime"

Die Muslime in Deutschland haben nun einen Dachverband: Den sogenannten "Koordinierungsrat für Muslime", kurz KMR (keine Ahnung, wie es zu der Abkürzung kommt, "KRM" wäre logischer).
Dieser "Koordinierungsrat" wurde heute als Dachverband folgender vier Verbände gegründet:
dem Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der Türkisch-Islamischen Union (Ditip), dem Islamsrat und dem Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ).
Allein das zeigt schon, dass es in Deutschland ein ziemliches Wirrwarr an muslimischen Organisationen gibt. Diese vier Verbände vertreten zusammen ca. 90% der Moscheegemeinden in Deutschland, jedoch nach Schätzungen des Spiegels "kaum mehr als 15 Prozent" der Muslime.
Die radikale Gruppe "Milli Görüs", die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, ist nicht direkt vertreten, jedoch indirekt, da sie Mitglied des Islamrats ist.
Die Politiker sind sehr erfreut, dass sie jetzt einen eindeutigen Ansprechpartner Partner haben, Experten weisen jedoch darauf hin, dass die im "Koordinierungsrat" vertretenen Verbände alle sehr konservativ sind und dass sie z.B. die Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit befürworten.
Fazit: Die Politik hat jetzt ihren Ansprechpartner, aber der Wirrwarr an muslimischen Verbänden in Deutschland ist immer noch nicht beseitigt. Außerdem vertritt dieser Ansprechpartner nur einen Teil der Muslime und hat eine sehr konservative Einstellung.
Edit (12.4.07):
Ich habe heute in der RNZ nochmal einen Artikel zu diesem Thema gelesen und möchte noch folgende Dinge hinzufügen:
Die Abkürzung heißt logischerweise KRM, da muss dem Redakteur der Tagesschau ein Tippfehler unterlaufen sein.
In den vier Organisationen sind wirklich nur ungefähr 15% der Muslime in Deutschland Mitglied und dadurch durch sie vertreten. Außerdem sind die Organisationen ihrerseits Dachverbände von mehreren kleineren Verbänden, Organistionen, Vereinen und Moscheesgemeinden. Das ganze sieht ganz nach deutscher Bürokratie aus...
Die vier Verbände konnten sich auch nicht auf einen permanenten Vorsitzenden einigen, sodass der Vorsitzende jedes halbe Jahr wechselt und immer von einem anderen Verband gestellt wird. Der erste Vorsitzende kommt vom Zentralrat der Muslime.

Mittwoch, 28. März 2007

Was zählt mehr?? Grundgesetz oder Koran

Für alle Muslime ist der Koran das oberste "Gesetz",um ein ordentliches und frommes Leben vor
Allah zu führen.Doch was ist , wenn der Koran mit dem Grundgesetz in Konflikt gerät??


Genau über diesen Fall wird zur Zeit heiß diskutiert.Dabei gehts es um ein Urteil("Koran-Urteil) einer Frankfurter Richterin, welches die Klage einer marokkanisch-deutschen Frau auf Scheidung noch vor Ablauf des Trennungjahres ablehnte.Die Frau gab an von ihrem Ehemann geschlagen und bedroht worden zu sein. Für die zuständige Richterin stellte dies keinen Härtefall
da und berief sich dabei auf die Sure 4,34:
"Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß."

Die betreffende Richterin wurde indessen für befangen erklärt und ihr wurde der
Fall entzogen.

Nun schlagen die Wellen in Deutschland insbesonders in der Politik hoch.
Selbst Islamforscher empfinden das Urteil als skandalös und menschen-
verachtend.

Der Koran über dem Grundgesetz??Wird in Zukunft ein Ehrenmord auch nicht
bestraft??


Man kann nur hoffen,dass die betreffende Richterin einsichtig ist und wenn sie das nicht ist muss sie von ihrem Amt enthoben werden.

Ich persönlich bin auch der Meinung ,dass das Recht der religiösen Freiheit nicht über dem der körperlichen Unversehrtheit stehen darf.Ein Ehemann ,der seine Frau schlägt,ist ein Straftäter und sollte auch als ein solcher behandelt werden und nicht einen Islam-(Juden- oder Hindu-) Bonus bekommen.


Mittwoch, 21. März 2007

Jetzt gehts los!

So langsam wird es Zeit, dass wir mit der Arbeit beginnen.
Ich habe den Spiegelartikel plus drei weitere Artikel von "Spiegel Online" plus einen Fernsehbeitrag zusammengefasst. Die Zusammenfassung könnt ihr hier herunterladen.
Zurück zum Thema:
Am Anfang sollen wir uns überlegen, was genau zu unserem Thema gehört.
Mir ist dazu bisher folgendes eingefallen:
- Muslimische Organisationen in Deutschland
- muslimische Jugend
- Moscheen in Deutschland
- Glaubensalltag der Muslime in Deutschland
Ergänzungen und zusätzliche Ideen/Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht!

Freitag, 9. März 2007

Eröffnung

Hiermit eröffne ich feierlich unseren Blog, in dem wir uns in den folgenden Tagen, Wochen und Monaten mit dem Thema "Muslime in Deutschland" beschäftigen werden.
Zu Beginn schonmal zwei Dinge:
1.) Der obligatorische Wikipedia-Eintrag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Deutschland
2.) In einer alten Ausgabe des Spiegels (Ausgabe 46/06, 13.11.06, S.56ff) habe ich einen Artikel über muslimische Jugendheime gefunden. Die eingescannten Seiten sind auf Wunsch per E-Mail zu verschicken.
Viel Spaß beim Durchlesen!

Lucas