Heute Abend habe ich beim Stöbern im Internet noch etwas Interessantes gefunden, weshalb ich nun noch einen letzten, kurzen Blog-Eintrag verfassen möchte.
Im pdf-Dokument http://w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2006/2397/pdf/Islam_in_Deutschland_Prognose_2030_Seminarbericht.pdf
wird eine Prognose zum Islam in Deutschland im Jahr 2030 erstellt. Laut dieser Prognose stellen die Muslime 2030 mit 7 Mio. Menschen ein Zehntel der deutschen Bevölkerung. Zwei Drittel davon werden die deutsche Staatsbürgerschaft haben.
Allerdings wird es eine Art Diskriminierung geben, sodass islamische Männer ausgegrenzt werden, die daraufhin ein religöses Netzwerk islamischer Privatunternehmen aufbauen.
Im Verhältnis deutscher Staat - islamische Religiosgemeinschaften wird sich auf Länderebene nicht viel verändern, auf Kommunalebene wird es jedoch deutliche Fortschritte geben. Die Türkei wird ein besonderes EU-Mitglied sein, welches vor allem eine Mittlerrolle zwischen Europa und Asien haben wird. Es wird sich außerdem ein "europäischer" Islam bilden, der sich deutlich vom "arabischen" Islam abgrenzt.
Zum interreligiösen Dialog heißt es in der Prognose, dass die Katholische Kirche sich nach wie vor um Dialog bemüht, die evangelischen Freikirchen sich aber zunehmend von anderen Glaubensgemeinschaften abgrenzen.
Außerdem wird es 2030 vermehrt islamische Medien in Deutschland geben, beispielsweise Fernseh- und Radiobeiträge.
Der Text ist, wie bei einem universitären Text auch zu erwarten, sehr sachlich geschrieben. Bei dieser Prognose stellt sich wie bei allen Prognosen jedoch das Problem, dass man nie weiß, ob alles auch so eintreffen wird, wie prognostiziert. Wenn ihr euch 2030 an diesen Blog-Eintrag erinnert, könnt ihr ja mal Prognose mit Wirklichkeit vergleichen...
Samstag, 30. Juni 2007
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